Woge: Erfolgreich trotz hoher Investitionen

Geschäftsführer Wöste (r.) und Theo Wingen dankten Cornelius Böttcher (2.v.l.) für seine 15-jährige Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrates. Altbürgermeister Siegfried Griebsch (2.v.r.) bekam ein Dankeschön für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Gremiums. Neben den beiden Sozialdemokraten räumten auch Willibald Mertens (WBG) und Dr. Norbert Schiedeck (Vossloh) ihre Posten im Aufsichtsrat.

Werdohl - Dass sich die Modernisierung des Wohnungsbestandes sehr gut mit wirtschaftlichem Erfolg verträgt, demonstriert seit einigen Jahren die Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge). Im „Vier Jahreszeiten“ traf sich am Montag die Gesellschafterversammlung, um sich von Geschäftsführer Ingo Wöste die wirtschaftliche Entwicklung schildern zu lassen und neue Vertreter in den Aufsichtsrat zu wählen.

Von Thomas Krumm

Als Vertreter der Stadt wählte die Versammlung einstimmig Bürgermeisterin Silvia Voßloh, Matthias Wershoven (Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender der SPD) und Volker Oßenberg (Ratsherr und Fraktionsvorsitzender der WBG) als Vertreter der Interessen der Stadt in das Gremium. Oliver Schuster (Vorstandsmitglied der Vossloh AG) ergänzt die Riege der Industrievertreter.

„Wir werden weniger, bunter und älter“, fasste Geschäftsführer Ingo Wöste in seinem Jahresbericht die Entwicklung zusammen und schilderte, wie die Wohnungsgesellschaft auf die neuen Herausforderungen reagiere: Überflüssige Wohnungsbestände aufgrund nachlassender Nachfrage müssten vom Markt genommen werden. Allerdings nicht beliebig, sondern so, dass Platz für Grünflächen und Spielplätze zwischen den vorhandenen Wohnanlagen entstehe. In einer immer älter werdenden Gesellschaft nehme zudem die Nachfrage nach altengerechten Wohnungen zu.

Neue Haushaltstypen und neue Zielgruppen erhöhten zudem die Nachfrage nach „stark differenzierten Wohnformen“, die durch die vorhandenen – zumeist sehr gleichförmigen – Wohnungsbestände nicht befriedigt werden könne. Die Woge reagiere auf diese Herausforderungen auf vielfältige Weise: Durch die Schaffung altengerechter Wohnungen, durch den Ausbau altengerechter Wohn- und Pflegeangebote im Nachbarschaftshilfezentrum, durch ergänzende Angebote wie eine Physiotherapiepraxis und einen Reha-Sportverein in Ütterlingsen. Vor allem mit Blick auf junge Familien solle die Freizeitinfrastruktur weiter gestärkt und der Grundschulstandort erhalten werden.

Gemeinschaftsräume sollen zum sozialen Zusammenhalt beitragen – auch weil traditionelle Angebote – etwa der katholischen Kirche – rapide schwinden. Über diese Maßnahmen hinaus investiere die Woge erhebliche Summen in die energetische Modernisierung ihres Wohnungsbestandes.

Trotz dieser Kosten konnte der Geschäftsführer auch von einem wirtschaftlichem Erfolg im Geschäftsjahr 2013 berichten: Bei einer Bilanzsumme von gut 34 Millionen Euro erwirtschaftete die Woge einen Gewinn von 622 139 Euro. 600 689 Euro vergrößern die Rücklagen des Unternehmens, 21 450 Euro werden als 2,75 prozentige Bardividende auf das Stammkapital ausgezahlt. Die Gesellschafterversammlung billigte diese Verwendung des Gewinns und den Geschäftsbericht einstimmig. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat wurden entlastet.

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