Woge treibt Sanierung voran

Ingo Wöste kündigt Sanierungen an der Dammstraße an.

WERDOHL -  Rund drei Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen der Wohnungsgesellschaft für das laufende Jahr. „Wenn man dazu vergleicht, dass wir 4,5 Millionen Euro an Kaltmieten erhalten, ist das eine ganz schöne Welle, die wir da bewegen“, sagte dazu gestern Geschäftsführer Ingo Wöste.

Er stellte die neuesten Projekte vor, die die Woge im Frühjahr in Angriff nehmen wird. Die Investitionen erfolgen aus eigenen Mitteln und liegen in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr. Nach Ütterlingsen und der Errichtung des Gebäudes für seniorengerechtes Wohnen steht nun vor allem der Ortsteil Königsburg im Fokus.

Rund 1,3 Millionen Euro steckt die Woge in diesem Jahr in die energetische Vollsanierung ihrer Häuser an der Feld- und an der Oststraße im Ortsteil Königsburg. Die Mieter wurden bereits informiert, dass ihre Häuser in den beiden Straßenzügen komplett saniert werden. Ab Mai müssen sich die Bewohner der Häuserreihen 24 bis 34 an der Oststraße und des Straßenzugs 80 bis 90 an der Feldstraße auf den Umbau einstellen. In beiden Straßen sind jeweils 18 Wohnungen betroffen.

Die Häuser wurden alle im Jahr 1928 gebaut und zählen zum ältesten Bestand der Werdohler Wohnungsgesellschaft. Der Maßnahmenkatalog für die genannten Gebäude umfasst die Fertigstellung der kompletten Wärmedämmung der Häuser, Fenster und Dächer werden ebenfalls erneuert. Die Erdgeschosswohnungen sollen Balkonanbauten erhalten, vorgesehen ist unter anderem der Anbau von Vordächern sowie der Einbau von Wasseruhren. Auch das Wohnumfeld soll verschönert werden. Die Dauer der Sanierung wird etwa sechs Monate betragen, Wöste rechnet daher damit, dass der Umbau in den Herbstmonaten Oktober beziehungsweise November beendet werden kann.

Für Anfang des neuen Jahres kündigte Wöste gestern Mieterhöhungen für die dann rundum erneuerten Häuser an. Rechtlich zulässig wäre ein Aufschlag von über fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Woge werde ihre Erhöhungen maßvoll durchführen, nannte Wöste eine Erhöhung der Preise um durchschnittlich 1,20 Europro Quadratmeter für die Erdgeschosswohnungen. Für die Wohnungen im Dachgeschoss werden Mieter ab 2014 durchschnittlich einen Euro mehr pro Quadratmeter zahlen müssen. Durch die nach der Sanierung sinkenden Heizkosten könnten Preissteigerungen in diesem Bereich abgefedert werden.

Insgesamt 375 000 Euro wird die Woge in diesem Jahr außerdem in die Sanierung ihrer beiden Häuser an der Dammstraße investieren. Hier sehen die Maßnahmen ähnlich aus, zusätzlich werden hier auch Heizungsanlagen erneuert. Zwei neue, rund 105 Quadratmeter große Wohnungen enstehen, wenn die Woge im März von der Dammstraße 11 in den Bahnhof umzieht. Auch für die hier betroffenen Häuser kündigte Wöste maßvolle Erhöhungen der Mieten an.

Für das Instandhalten des gesamten Bestandes stehen bei der Woge in diesem Jahr 950.000 Euro im Ausgabenkatalog. Dazu zähle beispielsweise das Streichen der Treppenhäuser in den Gebäuden an der Breslauer Straße in Ütterlingsen, auch die Kellerdecken sollen hier gedämmt werden. In Ütterlingsen stehen für die Gestaltung freier Flächen außerdem Ausgaben in Höhe von 300 000 Euro an.

Von Simone Benninghaus

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