Woge steigert den Jahresüberschuss - Geschäftsführer Wöste: „Wir sind topgesund“

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Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste

Werdohl - „Die Woge ist topgesund“, verkündete Ingo Wöste, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge), als er gestern den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 vorlegte.

Den hatte die Gesellschafterversammlung zwei Tage zuvor abgesegnet. 

Mit etwa mehr als 1,07 Millionen Euro weist er ein „sehr gutes“ bilanzielles Jahresergebnis aus, wie Wöste betonte: „Ich wüsste nicht, wann wir einmal ein besseres Ergebnis gehabt hätten.“ Die Woge, führender Immobiliendienstleister in Werdohl, habe ihr Eigenkapital im abgelaufenen Jahr um 6,8 Prozent auf 1,644 Millionen Euro steigern können, weist der Geschäftsbericht aus. 

Die Eigenkapitalrentabilität, eine wichtige Kennzahl, um die Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen zu können, stieg im gleichen Zeitraum von 4,2 auf 6,5 Prozent. Der Cashflow, also der Saldo aus Einnahmen und Ausgaben, betrug 2,046 Millionen Euro und damit gut 200 000 Euro mehr als im Jahr 2015. Auf der Basis solch guter Zahlen konnte die Woge im Jahr 2016 auch mehr Geld in die Instandhaltung ihrer Immobilien investieren, nämlich 14,60 Euro pro Quadratmeter. Das war fast ein Euro (6,6 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. 

Trotzdem ist der monatliche Mietpreis nur um 2 Cent (0,4 Prozent) gestiegen. Nach oben bewegt hat das Jahresergebnis unter anderem eine handelsrechtliche vorgeschriebene Änderung der Bewertung von Pensionsrückstellungen. Die hatten Bundestag und Bundesrat im vergangenen Jahr beschlossen, um den Einfluss der aktuellen Nullzinsphase abzufedern. Dass der Betrachtungszeitraum dadurch von sieben auf zehn Jahres ausgedehnt wurde, entlastete die Woge im Jahr 2016 um rund 277 000 Euro. 

An der Meilerstraße in Pungelscheid hat die Woge die Fassaden ihrer Mietshäuser dämmen lassen. Diese Maßnahmen sollen fortgesetzt werden

Ohne diese Gesetzesänderung hätte das Jahresergebnis also rund 794 000 Euro betragen – immer noch 162 000 Euro als das Ergebnis des Jahres 2015. Und was macht die Woge mit all dem Geld? „Neubauten planen wir für die nächste Zeit nicht, wir wollen erst einmal abschließen, was wir begonnen haben. Und wir müssen uns ja auch um unseren Bestand kümmern“, sagt Wöste. Die Woge setze dabei „weiterhin konsequent auf klimafreundliche und demografiefeste Siedlungen“. Damit meint Wöste Wohnungen, die energiesparend bewirtschaftet werden können und in denen Mieter bis ins hohe Alter wohnen können. 

Deshalb werde beispielsweise die Modernisierung des Wohnungsbestandes in Pungelscheid durch wärmedämmende Fassaden fortgesetzt. Aber auch Ütterlingsen wolle die Woge nicht aus den Augen verlieren, versicherte der Geschäftsführer, obwohl die Durchführung von Maßnahmen dort aufgrund der problematischen Topografie etwas schwieriger sei. Und auf der Königsburg werde in diesem Jahr das mittlerweile dritte Nachbarschaftshilfezentrum fertiggestellt. 

Dort würden schon bald die ersten Musterwohnungen eingerichtet, die den Mietern gezeigt werden können, die vielleicht schon am Jahresende einziehen könnten. Das gewachsene Eigenkapital gibt der Woge zudem Spielraum zur weiteren massiven Tilgung von Darlehen in Millionenhöhe. Allein für dieses Jahr seien Sondertilgungen der Wohnungsbaufördermittel in Höhe von rund 880 000 Euro vorgesehen, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen. 

Trotz der höher verzinsten Hypotheken und Grundschulden soll diese aktive Entschuldung in den nächsten Jahren für eine weiter steigende Eigenkapitalquote sorgen, die schon im Jahr 2016 die 50-Prozent-Marke überschritten habe.

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