Woge startet mit Neubau an der Danziger Straße

An der Danziger Straße entsteht in den nächsten Monaten ein Neubau. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Ein Millionenprojekt nimmt jetzt Formen an. Die Wohnungsgesellschaft Werdohl will Mitte Juli den Grundstein für den seit langem geplanten Neubau an der Danziger Straße legen. Nachdem der ersehnte Förderbescheid für das Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen Euro jetzt vorliegt, die ersten Kanalarbeiten erfolgten und der Baukran steht, kann es nun losgehen.

Insgesamt 22 altengerechte und barrierefreie Mietwohnungen sowie eine Parkpalette mit zwölf Einstellplätzen sollen entstehen. Der Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Ziel sei ein Bezug der Wohnungen zum 1. Juli oder 1. August nächsten Jahres. Obwohl noch kein Stein auf dem anderen steht, gibt es für die acht Einraumwohnungen (52 Quadratmeter für einen Mieter) bereits mehr Interessenten als Angebote. „Es gibt schon eine Warteliste“, weiß Wöste. Bei den insgesamt 14 Zweiraumwohnungen (62 Quadratmeter für zwei Personen) sei aber noch etwas möglich. Um hier aber überhaupt einen Mietvertrag unterschreiben zu dürfen, bedarf es eines Wohnberechtigungsscheins. Durch die öffentliche Förderung beträgt der Mietpreis 4,45 Euro pro Quadratmeter. „Wir von der Wohnungsgesellschaft glauben nicht, dass hochpreisiges Wohnungsangebot in Werdohl in großer Zahl derzeit zu platzieren ist.“ Eine Betreuungspauschale werde außerdem nicht fällig, grenzt Wöste das Angebot von einem klassischen Betreuten Wohnen ab. Doch: Der gegenüber liegende Ambulante Dienst könne bei Bedarf genutzt werden, rund um die Uhr.

Bei dem insgesamt 2,3 Millionen Euro umfassenden Neubauprojekt wird auf geringe Nebenkosten geachtet. So gebe es in dem gut gedämmten Haus eine Palettheizung. Außerdem werde geprüft, ob die Nutzung der Solarenergie angesichts der sich ändernden Förderrichtlinien schon während der jetzt anstehenden Baumaßnahmen berücksichtigt wird. Wöste: „Eventuell wird die Solarnutzung direkt eingebaut.“

Seit langem abgerissen sind an der Stelle am Hang, wo der Neubau entsteht, die fünf maroden Häuser mit den Nummern 1, 3, 5, 7 und 9. Ursprünglich hatte Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste damit gerechnet, im Frühjahr dieses Jahres den Neubau fertig stellen zu lassen. Durch die zwischenzeitlich leeren Fördertöpfe mussten sich die für das Projekt Verantwortlichen aber in Geduld üben. Das ist nun vorbei. Der Bagger ist im Einsatz. ▪ Marco Fraune

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