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Woge reformiert „Genuss am Fluss“: Das ändert sich 2020

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Von: Volker Griese

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Gut besucht war bei der zweitägigen Veranstaltung „Genuss am Fluss“ der Samstagabend, als die Band Full Flavour für Partystimmung sorgte. Die Sonntagsbilanz fiel dagegen einmal mehr mau aus. © Koll

Werdohl - Zum zehnten Mal hatte die Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge) für das Wochenende zum „Genuss am Fluss“ geladen. Es wird die letzte Veranstaltung nach dem bekannten Muster gewesen sein. Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste kündigte eine Kurskorrektur an.

„Wir haben die Aufgabe, uns nach den Wünschen der Menschen zu richten, die zeigen uns den Weg“, erklärte Ingo Wöste, dass die Organisatoren das Verhalten und die Vorlieben der Besucher genau registriert hätten. Dabei habe sich der Samstag als der weitaus beliebtere der beiden Tage herausgestellt. „Der Sonntag hat, was die Besucherfrequenz angeht, stark nachgelassen“, sagte der Woge-Geschäftsführer. Und das wollte er keineswegs auf das regnerische Wetter an diesem Sonntag schieben, als Windböen Schirme und Zelte durch die Luft gewirbelt hatten. In der Tat hatte sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet, dass der Sonntag nicht so viele Besucher anzieht wie der Samstagabend. 

Auf diese Entwicklung will die Woge jetzt reagieren. „Die Leute stimmen seit Jahren mit den Füßen ab und nehmen den Sonntag nicht an. Wir werden deshalb alles auf einen Tag konzentrieren“, kündigte Wöste am Tag nach den beiden Genuss-Tagen eine Kursänderung an. In Zukunft solle „Genuss am Fluss“ samstags um 11 Uhr beginnen und mit einem Feuerwerk um Mitternacht enden.

„Das wird für die Woge nicht unbedingt billiger“, wies Wöste Spekulationen, es könne darum gehen, Geld einzusparen, von vornherein zurück. Vielmehr gehe es darum, mehr Zielgruppen zu erreichen. Das ältere Publikum und Familien könnten zukünftig den Samstagnachmittag zu einem Besuch nutzen, das Partyvolk könne abends auf seine Kosten kommen. 

Keine Stadtfest-Kopie

Die Woge wolle nicht das Stadtfest kopieren, versicherte Ingo Wöste. „Wir wollen ja ganz bewusst anders sein!“ Er kündigte aber weitere Veränderungen für das Genuss-Festival an. So werde die Lenne-Lounge um ein drittes Zeltelement erweitert und damit auf eine Länge von 60 Metern wachsen. „Damit steht dann eine Zeltfläche von 600 Quadratmetern zur Verfügung. So groß ist manches Schützenzelt nicht“, behauptete Wöste. Darüber hinaus gebe es die Idee, eine Art Kinderdorf aufzubauen. Wöste schwebt dabei ein Zirkuszelt vor, in dem ein Spiel- und Unterhaltungsangebot für die jungen Besucher vorgehalten werden könnte. 

Das "Genuss am Fluss"-Wochenende in Bildern

Schwierig wird es nach Wöstes Einschätzung, das gastronomische Angebot der Veranstaltung zu verändern. Zwar wäre es in seinen Augen wünschenswert, mehr heimische Gastronomen zu einer Teilnahme an „Genuss am Fluss“ bewegen zu können. „Aber wir bekommen das nicht hin“, gab der Woge-Geschäftsführer zu. Dabei habe er durchaus Verständnis für die Gastwirte, für die es ein enormer Kraftaufwand sei, einen Stand beim Genuss-Festival zu betreiben und gleichzeitig ihren laufenden Restaurantbetrieb weiterzuführen. Deshalb werde es auch in Zukunft einen Mix aus heimischer Gastronomie und Food-Trucks geben, sagte Wöste. 

Nicht mehr in Konkurrenz mit Bauernmarkt

Einen Nebeneffekt hat die Reduzierung auf einen Tag übrigens: Der Affelner Bauernmarkt, traditionell am dritten Sonntag im August, ist keine Konkurrenzveranstaltung mehr für den zweiten „Genuss am Fluss“-Tag.

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