Die Woge baut wieder

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Woge-Chef Ingo Wöste (3.v.l.), Woge-Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Menshen (4.v.l.) und Bürgermeister Siegfried Griebsch (r.) legten gestern den Grundstein für den Neubau an der Danziger Straße. ▪

WERDOHL ▪ Die Wohnungsgesellschaft hat am Montag den Grundstein für den Neubau an der Danziger Straße gelegt.

22 Wohnungen werden dort mit Hilfe von Darlehn der öffentlichen Wohnungsbauförderung errichtet. Der Abriss von fünf alten Häusern an derselben Stelle war mit Mitteln aus der Stadtumbauförderung finanziert worden. Nach einer Pause von rund 20 Jahren baut die Wohnungsgesellschaft wieder neu, sagte Ingo Wöste. In gut einem Jahr würden dort barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen entstehen, dazu gibt es einen Gemeinschaftsraum und eine Parkpalette. Die Woge investiere 2,3 Millionen Euro in das Projekt direkt gegenüber dem Nachbarschaftshilfezentrum. Der ambulante Dienst der Stadtklinik Werdohl könne rund um die Uhr Betreuung leisten. Keiner der zukünftigen Mieter müsse – erst recht nicht bei Pflegebedürftigkeit – wieder ausziehen.

Wöste begrüßte auf der Baustelle den Aufsichtsratsvorsitzenden Lutz Menshen und Bürgermeister Siegfried Griebsch. Architekt Gerd Wessels und Statiker Lorenz Schulte hätten durch ihre Planungen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geschaffen. Das Bauunternehmen Hepelmann habe durch eine „besonnene Preisabgabe“ bei den Ausschreibungen die Maßnahme machbar gestaltet.

Wöste beschrieb den Neubau aber nicht nur als rein bauliche Investition. Die Entscheidung habe auch etwas mit der Gestaltung der Zukunft in Werdohl zu tun. Drastisch sei der Abriss der fünf alten Häuser gewesen, aber nur durch das Einreißen von Mauern könne Platz für Neues entstehen, fand Wöste pathetische Worte. Auf keinen Fall werde die Woge ihren Ursprung verleugnen.

Bürgermeister Griebsch verwies darauf, dass die Einrüstung des Bahnhofes in die gleiche Zeit wie die Grundsteinlegung falle. Damit werde der Stadtumbau versinnbildlicht. Siegfried Griebsch, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Woge ist, sagte: „Jetzt verändert sich Werdohl.“ Die Stadtmitte und Ütterlingsen bildeten eine Einheit im Stadtumbauprozess.

In einer Kupferhülse wurden Tageszeitungen, Geldstücke und Fotos von den alten Häusern in eine Kellerwand des Neubaus eingemauert. ▪ Volker Heyn

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