Vorbestellungen für Weihnachten

Wochenmarkt im Lockdown: So zufrieden sind die Händler

Günter Deitelhoff (rechts) kommt donnerstags von Werl auf den Wochenmarkt in Werdohl.
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Günter Deitelhoff (rechts) kommt donnerstags von Werl auf den Wochenmarkt in Werdohl.

Es war zwar nicht der erste Wochenmarkt in Werdohl, der am Donnerstag unter Lockdown-Bedingungen durchgeführt wurde, wohl aber der erste, der im Zeichen des Winter-Lockdowns stand. Machte sich das auf dem Brüninghaus-Platz bemerkbar?

Die Händler, die von 8 bis 12 Uhr an ihren Ständen im Einsatz waren, gaben unterschiedliche Rückmeldungen. Christian Ziebolz zum Beispiel, der den Markt organisiert und die Verkaufsstände vergibt, sprach von einer relativ gleichbleibenden Nachfrage. Er könne nicht sagen, dass wegen des Lockdowns deutlich weniger oder deutlich mehr Kunden den Wochenmarkt besuchen. „Es tut sich nicht viel nach oben und unten“, sagte Ziebolz. „Ich kann nicht klagen, ich habe normal verkauft.“

Sandra und Torsten Starke, die einen Stand mit Käse, frischen Eiern und anderen regionalen Lebensmitteln hatten, konnten diesen Eindruck nicht bestäigen. „Es ist heute nicht so prickelnd“, berichtet Torsten Starke. Ob die mauen Verkaufszahlen allerdings mit dem Lockdown oder schlicht mit dem ungemütlichen Wetter zusammenhingen, vermochte der Händler aus Holzwickede nicht zu sagen. Er betonte auch: „Wir müssen dankbar und zufrieden sein, dass wir überhaupt noch etwas verkaufen dürfen. Wir kämpfen weiter!“ In anderen Städten wie Neheim, die der Händler ebenfalls anfährt, sei die Situation außerdem schlechter als in Werdohl. Aber auch für den donnerstäglichen Wochenmarkt am Brüninghaus-Platz gelte: „Für die Vorweihnachtswoche war der Verkauf extrem schlecht.“

Freiluft-Vorteil für Händler auf dem Wochenmarkt

Ganz anders wiederum verlief der Donnerstagvormittag am Stand des Garten- und Gemüseanbauers Günter Deitelhoff aus Werl. „Während des Lockdowns – auch schon im Frühjahr – haben wir viele neue Kunden auf den Märkten gesehen, zusätzlich zur Stammkundschaft“, sagte Deitelhoff. Es gebe einen Freiluft-Vorteil für die Händler auf den Wochenmärkten. In Werdohl sei am Donnerstag „definitiv mehr los gewesen als sonst. Für uns war es ein ganz guter Markt“.

Deitelhoff führt das auf Weihnachten zurück. Die Menschen legten sich Vorräte für die Festtage an, zum Beispiel Kartoffeln. Weil der Händler aus Werl an Heiligabend nicht in Werdohl sein wird, hat er gestern Bestellungen seiner Kunden angenommen. „Wir sind an dem Tag auf dem Markt in Plettenberg. Aber die Bestellungen, zum Beispiel frischen Salat, bringen wir nach Werdohl. Die Kunden können sie zwischen 8 und 9 Uhr abholen“, so Deitelhoff.

Information: Christian Ziebolz macht darauf aufmerksam: Der Wochenmarkt soll auch an Heiligabend und Silvester zur üblichen Zeit auf dem Brüninghaus-Platz stattfinden.

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