Wasserschaden in Sporthalle Riesei

2003 wurde der Hallenboden in der Sporthalle Riesei komplett erneuert (Foto). Jetzt steht Wasser auf dem Beton unter dem Schwingboden und die Halle wird für mehrere Wochen für Sanierungsarbeiten gesperrt werden müssen.

WERDOHL -  Wegen eines größeren Wasserschadens im Bodenbereich wird die Sporthalle Riesei ab kommenden Montag für zunächst drei Wochen komplett gesperrt, weitere drei Wochen wird die Halle nur zu zwei Dritteln genutzt werden können. Der städtische Bauleiter Peter Grau stellte gestern gegenüber unserer Zeitung den Sanierungsplan vor.

Vergangene Woche Mittwoch stellten Lehrer beim Herausnehmen von Bodenhülsen für Volleyballmasten fest, dass die Stützen in Rostwasser steckten. Grau wurde informiert, der entdeckte zusammen mit Handwerkern das ganze Schadensausmaß. Im gesamten rechts liegenden Hallendrittel stehen etwa 20 Zentimeter Wasser unterhalb des Schwingbodens. Zwischen dem Schwingboden und dem Beton befinden sich etwa 60 Zentimeter Hohlraum, der nur durch die Hülsenlöcher einsehbar ist.

Durch Proben erkannte Grau, dass es sich nicht um ölhaltiges Wasser von der Heizung und auch nicht um Toiletten-Abwasser handelt. Nach einiger Suche wurden insgesamt drei Gründe für den Wassereintrag gefunden. Im Bereich der Tribüne wurden durch eine Leckortungsfirma zwei kaputte Wasserrohre ausgemacht, die zu den Zuschauer-Toiletten gehören. Mit Hilfe eines Kleinbaggers wurden Dienstag und Mittwoch dieser Woche noch zwei weitere Stellen gefunden, an denen Regenwasser unter den Hallenboden läuft. Dieses Wasser wird vom Hang über einen Fünf-Zentimeter-Riss unter der Eingangstür in Richtung Hallenboden gedrückt. Hinzu kommt, dass so genannte Notspeyer von der Entwässerung des Flachdachs ebenfalls für einen Wassereintrag unter den Hallenboden sorgen.

All das muss dringend repariert werden, dazu muss vor allem an mindestens fünf Stellen der Hallenboden aufgenommen werden. Umfangreiche Trocknungsmaßnahmen sind erforderlich. Um nicht wieder in eine zeitliche Bredrouille zu geraten, hat die Verwaltung die Hallensperrzeiten so ausgelegt, dass vor allem für die Handballspielvereinigung eine verlässliche Planung möglich ist. In einem Abstimmungsgespräch mit den Vereinen, den Schulen und der Verwaltung wurde klar, dass die HSV in den kommenden sechs Wochen zwei Meisterschafts-Heimspiele in die Halle am Köstersberg verlegen muss.

Am kommenden Wochenende läuft der Spielbetrieb wie gewohnt, am Montag beginnen die Handwerker. Drei Wochen lang wird die Halle komplett gesperrt werden müssen. Danach werden zwei Drittel für Schul- und Vereinssport nutzbar sein, aber eben nicht die ganze Halle. Alle drei Drittel sind aber für die Meisterschaftsspiele der HSV nötig. Nach insgesamt sechs Wochen soll die Halle wieder komplett nutzbar sein.

In der Vergangenheit war die HSV schon einmal durch Wasserschäden am Dach arg gebeutelt worden. Die Handballer mussten finanzielle Ausfälle hinnehmen, der damalige Vorsitzende Stägert hatte der Stadt schwere Vorwürfe gemacht.

Von Volker Heyn

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