WM-Räuber müssen ins Gefängnis

WERDOHL ▪ Im WM-Raub-Prozess gab es am heutigen Freitag vor dem Hagener Landgericht das Urteil gegen die beiden angeklagten Werdohler. Während der 25-Jährige eine Haftstrafe von fünf Jahren und fünf Monaten absitzen soll, gab es für den Mitangeklagten sechs Jahre und fünf Monate Haft.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer am 3. Juli vergangenen Jahres in die Wohnung des Rentnerpaares in Werdohl stürmten, ihre Opfer mit einem Messer bedrohten und die Wohnung nach einem Tresor und sonstigen Wertgegenständen durchsuchten. Gutachter bestätigten im Laufe des Prozesses, dass die über 70-jährigen Opfer durch die Tat traumatisiert wurden und wahrscheinlich den Rest ihres Lebens mit den Folgen zu kämpfen haben. Die Ehefrau, die bereits vor dem Geschehen unter Angstzuständen zu leiden hatte, traut sich seit der Tat nicht mehr aus dem Haus. Beide Opfer mussten psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Unmittelbar vor der Urteilsverkündung herrschte im Sitzungssaal eine angespannte Atmosphäre. Kaum ein Laut war zu hören. Dann öffnete sich die Tür zum Beratungszimmer. Gegen 14.30 Uhr verkündete die Kammer das Urteil gegen die 22 und 25 Jahre alten Werdohler. „Die Kammer sieht es als bewiesen an, dass sich die Angeklagten wegen erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit mit besonders schwerem Raub strafbar gemacht haben”, begann die Vorsitzende Richterin ihre Urteilsbegründung. Während der 25-Jährige nach der Verkündung relativ gefasst wirkte, wich dem Mitangeklagten die Farbe aus dem Gesicht, er wurde leichenblass.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. ▪ Jana Peuckert

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