Liefervertrag endet zum 30. Juni

WK-Schließung: Rewe prüft Standorte in Werdohl

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Vor knapp acht Jahren hatte WK-Geschäftsführer Beiske mithilfe der geschäftsführenden Gesellschafterin Silke Krischer-Schnückel die Rewe-Lebensmittelabteilung für viel Geld modernisieren lassen. Auch heute noch wirkt der Markt vor allem im Eingangsbereich modern und zeitgemäß.

Werdohl – Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Dortmunder Lebensmittelkette Rewe indirekt Einfluss auf die Schließung des WK Warenhauses gehabt habe.

„Es ist tatsächlich so, dass wir nur einen Belieferungsvertrag mit dem WK hatten“, sagte Rewe-Sprecherin Julia Hertin auf Nachfrage. Niemals sei ein Rewe-Kaufmann im WK beschäftigt gewesen, von daher habe Rewe weder direkten noch indirekten Einfluss auf die Schließungs-Entscheidung der WK-Gesellschafter gehabt. 

Mit dem Vertrag sei nur die Lieferung von Lebensmitteln an das WK Warenhaus geregelt, Räume und Personal gehörten zum WK und nicht zu Rewe. Mit der Schließung des WK Ende Juni ende die geschäftliche Beziehung von Rewe und WK. So ein Belieferungsvertrag sei übrigens im Rewe-Reich eher selten, meint Hertin. Üblicherweise seien selbstständige Rewe-Kaufleute oder Immobilien mit im Vertrag. Da gebe es verschiedene Modelle. 

"Konkret" am Standort Werdohl interessiert

Die Rewe-Sprecherin betonte, dass das Unternehmen konkret am Standort Werdohl interessiert sei. Hertin: „Wir prüfen derzeit verschiedene Standortoptionen.“ Vor allem der zweite Satz drücke mehr als nur die grundsätzliche Bereitschaft des Unternehmens aus, sich in jeder etwas größeren Stadt in NRW engagieren zu wollen. Auch für das WK-Gebäude, gibt es verschiedene Optionen, wie es zukünftig genutzt werden könnte.

Im März 2012 hatte der damalige WK-Geschäftsführer Manfred Beiske nach eigenen Angaben „einige hunderttausend Euro“ in die Renovierung des Rewe-Marktes in der ersten Etage des Kaufhauses gesteckt. 

Vor Edeka-Ansiedlung gewarnt

Zur Wiedereröffnung der Lebensmittelabteilung war damals auch Matthias Guhling gekommen, er war zu der Zeit Prokurist und Betriebswirt bei der Rewe-Geschäftsführung in Dortmund. Guhling bat die Vertreter der Ratsfraktionen um Unterstützung des Kaufhauses. Manfred Beiske hatte die Politiker gewarnt, die Ansiedlung eines Edeka-Marktes an der Inselstraße zuzulassen. 

„Fünf gescheiterte Betreiber und sechs Jahre Leerstand sind doch bezeichnend“, sagte er. Der Rat solle sich auf das Einzelhandelsgutachten besinnen. „Wie sollen zwei Großprojekte nebeneinander bestehen?“ hatte er die anwesenden Politiker gefragt.

Die Rewe Dortmund SE & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Rewe Dortmund und der Rewe Group mit Hauptsitz in Dortmund-Asseln. Das Absatzgebiet der knapp 400 Supermärkte ist Nordrhein-Westfalen – dabei bilden das Ruhrgebiet, der Niederrhein, sowie das Sauer- und Münsterland die Schwerpunkte. Dazu gehört der Filialbetrieb der Firmengruppe Michael Brücken mit Sitz in Hagen. Seit 1978 betreibt er unter „Rewe Ihr Kaufpark“ etwa 120 Rewe-Märkte und unter „Rewe Center“ vier Warenhäuser. Im Jahr 2016 lag der Gesamtumsatz der Rewe Dortmund bei 2,088 Millionen Euro.

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