1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

Es tut sich was am WK in Werdohl: Steht der Abriss schon bevor?

Erstellt:

Von: Volker Griese

Kommentare

Auf einem Teil des Parkplatzes am ehemaligen WK Warenhaus gilt ab Dienstag ein Parkverbot, weil Bäume gefällt werden sollen.
Auf einem Teil des Parkplatzes am ehemaligen WK Warenhaus gilt ab Dienstag ein Parkverbot, weil Bäume gefällt werden sollen. © Wiechowski

Ein Teil des Parkplatzes am ehemaligen WK Warenhaus ist ab Dienstag gesperrt. Das ist einerseits ärgerlich, denn weil der Parkplatz an der Gothestraße noch nicht von den Hochwasserresten gereinigt ist, fehlen derzeit ohnehin Parkmöglichkeiten. Andererseits ist der Grund für die Sperrung ein Hoffnungsschimmer für die Werdohler Innenstadt.

Werdohl – Grund für die Teilsperrung des Parkplatzes am seit zweineinhalb Jahren geschlossenen Kaufhaus seien Baumfällarbeiten, erläuterte am Montag auf Nachfrage Sven Klagge, Projektleiter bei der niederländischen Ten Brinke Group, die die Immobilie im Frühjahr 2021 gekauft hat. Ten Brinke will also die wenigen Bäume, die auf dem Grundstück stehen, beseitigen lassen, solange dies erlaubt ist. Nach dem 28. Februar dürften sie nicht mehr gfällt werden.

Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die neuen Eigentümer das mehr als 40 Jahre alte Kaufhaus noch in diesem Jahr abreißen lassen wollen. Das wollte Klagge freilich nicht bestätigen, Ten Brinke hält sich mit Äußerungen über seine Pläne in Werdohl von Anfang an sehr zurück. Nur so viel sagte der Projektleiter: „Wir würden dort gerne etwas Neues errichten.“ Es werde derzeit an den Details der Planung gearbeitet. Ten Brinke sei „in intensivsten Gesprächen mit potenziellen Betreibern“, verriet Klagge noch.

Mit den „potenziellen Betreibern“ meint Klagge ganz offensichtlich die beiden Mieter, mit denen die Niederländer seit geraumer Zeit über die Nutzung der Flächen in dem neu zu errichtenden Komplex verhandeln. Der Projektleiter sprach von einem Vollsortimenter und einer Drogerie, die dort einziehen könnten. Vorübergehend habe es auch Überlegungen gegeben, einen dritten Betreiber mit ins Boot zu nehmen, die seien aber mittlerweile verworfen worden. „Die beiden anderen benötigen mehr Fläche“, begründete Klagge.

Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Vollsortimenter, also dem Einzelhandelsgeschäft, in dem Kunden frische und andere Lebensmittel in großer Auswahl ebenso bekommen wie viele andere Produkte für den täglichen Bedarf, um einen Rewe-Supermarkt handeln. Rewe hat eigenen Angaben zufolge nach wie vor großes Interesse daran, nach der mit der WK-Schließung verbundenen Aufgabe der Filiale in Werdohl wieder Fuß zu fassen. „Aufgrund aktueller Gespräche“ gebe man jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte, teilte vor einigen Tagen die Rewe-Pressestelle mit.

Bei der Drogerie soll es sich um die Drogeriemarktkette Rossmann handeln, die zwar seit 13 Jahren bereits eine 600 Quadratmeter große Filiale am Alfred-Colsman-Platz betreibt, aber die Chance nutzen will, sich am Brüninghaus-Platz zu vergrößern. Bestätigt hat die Unternehmenszentrale in Burgwedel das aber bislang nicht.

Auch interessant

Kommentare