So wird das Stadion Riesei wieder zum Schmuckstück

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Die Bagger sind ins Stadion gerollt. Die Mitarbeiter der Firma Schmitt sanieren die Tennenflächen und die Sprunggrube, die auf drei Meter Breite verkleinert wird.

Werdohl - „Wenn hier alle Arbeiten beendet sind, ist das Stadion wieder ein Schmuckstück.“ Davon sind Ulrich Betten und Reinhardt Haarmann überzeugt.

Während eines Ortstermins im Stadion Riesei erklären Betten von der Abteilung Schule, Kultur, Sport und Service, und Abteilungsleiter Haarmann welche Arbeiten während der Sommerferien auf dem Programm stehen. 

Die Mitarbeiter der Firma Schmitt GmbH Sportstättenbau, Garten- und Landschaftsbau aus Langgöns waren schon fleißig. Die Deckschicht – und somit auch der stellenweise starke Bewuchs – auf den Tennenflächen der Laufbahn und der Anlaufbahn der Weitsprunganlage ist verschwunden. Das Aufbringen der neuen Asche sei schnell erledigt, erklärt Haarmann. Allerdings: Bevor die Läufer wieder durchstarten können, muss sich die Asche setzen und gegebenenfalls erneut aufgefüllt werden. 

Demnächst zwei Anlaufbahnen

Die Sprunggrube wird auf drei Meter Breite verkleinert. Dementsprechend stehen den Sportlern dann zwei Anlaufbahnen zur Verfügung. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, würden für die Sprunggrube Spezialrandsteine mit einer Gummibeschichtung verbaut. 

Damit die Pflege der einstigen Vorzeige-Sportanlage demnächst kostengünstiger und effektiver erfolgen kann, werden an mehreren Stellen Leitungen und Leerrohre verlegt: Eine Beregnungsanlage soll die bisher sehr zeitintensive Bewässerung der Naturrasenfläche künftig vereinfachen. Im Vorfeld habe man sich intensiv beraten lassen, um das System auszuwählen, das für die Gegebenheiten in Werdohl am besten geeignet ist. „Wir haben auch die Fachleute unserer Stadtwerke hinzugezogen,“ berichtet Betten. Wie viel die Anlage unterm Strich kosten werde, sei noch nicht klar. „Die Ausschreibungen laufen noch,“ sagt Haarmann. Dass die Vorarbeiten bereits jetzt erfolgen, sei aber notwendig: „Sonst hätten wir nach der Tennensanierung noch mal aufgraben müssen. Das wäre fatal gewesen.“ 

Vorarbeiten für Beregnungsanlage

Doch nicht nur für die Installation der Beregnungsanlage sind Vorarbeiten erforderlich: Künftig soll die 70 mal 110 Meter große Grünfläche im Stadion von zwei Mährobotern kurz gehalten werden. Um die Mähfläche im Vorfeld festzulegen, muss um den Rasen ein Begrenzungsdraht im Boden verlegt werden. Und auch Stromkabel werden gebraucht, damit die Mähroboter an zwei Station aufgeladen werden können. Die Maschinen warten übrigens schon auf ihren Einsatz. Knapp 10 000 Euro hat die Verwaltung für die Roboter ausgegeben. 

Die Sanierung der Tennenflächen und die Vorarbeiten für die Mäher und die Beregnungsanlage schlagen mit circa 50 000 Euro zu Buche, berichtet Reinhardt Haarmann. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt in den Rückbau und die Entsorgung der Tribüne sowie weitere Arbeiten im Stadion 62 000 Euro investiert. 

Wird Anlage bald intensiver genutzt?

Nach den Sommerferien sollen alle Sportler das Stadion wieder in Beschlag nehmen können. „Wir hoffen, dass die Anlage nach der Sanierung noch intensiver genutzt wird als bisher,“ wünscht sich der Abteilungsleiter. Bezüglich der Abstimmung der Baumaßnahme im Vorfeld spricht er dem Stadtsportverband, Vereinen und Schulen ein großes Lob aus: „Das hat wunderbar funktioniert.“ 

Bevor es im Stadion wieder los geht, wird auch der Naturrasen auf Vordermann gebracht: Beim Vertikutieren wurde bereits Moos entfernt, nun steht noch eine Tiefenlockerung, und das Aerifizieren, eine Maßnahme zur Besserung der Belüftung, auf dem Programm. Schließlich sollen noch zwei Lkw-Ladungen Sand aufgebracht werden. Das soll den Boden lockerer und durchlässiger machen. Eine weitere Verbesserung der Rasenqualität erhoffen sich Betten und Haarmann in Zukunft durch die regelmäßigen und gleichmäßigen Roboterschnitte.

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