Winterrückkehr: Unfälle im Minutentakt

+
Erneuter Wintereinbruch in Werdohl.

Von Ute Heinze

WERDOHL -   Neun witterungsbedingte Verkehrsunfälle zählte die Polizei zwischen Montag 18 Uhr und Dienstag 10 Uhr im Werdohler Stadtgebiet. Verletzt wurde niemand. Die Polizei verzeichnete lediglich Blechschäden. Insgesamt entstand bei den Unfällen nach Angaben von Norbert Pusch, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, ein Sachschaden von 15 700 Euro.

„Vor allem am Pungelscheider Weg im Bereich der Carl-Diem-Straße herrschte am Dienstagabend Chaos“, sagte Uwe Bettelhäuser, Leiter des Baubetriebshofes gestern im Gespräch mit unserer Zeitung und fügte hinzu: „Gegen 18.30 Uhr steckte ein 40-Tonner am Pungelscheider Weg fest.“ Bedingt durch weitere Unfälle habe „alles quer gestanden. „Für den Räumdienst gab es kein Durchkommen“, erklärte Bettelhäuser. Eine Fußtruppe des Baubetriebshofes streute zwischen den Autos. „Es war wirklich extrem glatt am Montagabend“, wusste Bettelhäuser gestern zu berichten. Von 17.30 Uhr bis 22 Uhr war der Baubetriebshof mit sechs Fahrzeugen und einer Fußtruppe im Stadtgebiet unterwegs.

Dennoch: Allein zwischen 18 und 19 Uhr knallte es am Montag im Minutentakt. „Um 18 Uhr kam es nach Angaben von Polizeisprecher Norbert Pusch zu einem Unfall am Wacholderweg. Um 18.10 Uhr verzeichneten die Beamte einen Unfall an der Carl-Diem-Straße. Zum dritten Mal krachte es acht Minuten später an der Neuenrader Straße. Zwei Unfälle um 18.19 Uhr und 18.22 Uhr am Pungelscheider Weg folgten, bevor die Beamten um 18.33 an die Hammerstraße ausrückten. Um 19.13 Uhr wurden die Ordnungshüter zu einem witterungsbedingten Unfall an die Straße In der Lothmecke gerufen, weiter ging es um 19.33 Uhr Am Reißberg. Nach einem Wildunfall an der Neuenrader Straße um 22.22 Uhr musste nach Angaben von Pusch zudem ein Reh getötet werden. Am Dienstagmorgen ereignete sich dann um 7.29 Uhr ein weiterer Unfall an der Eggestraße.

Bereits ab 5 Uhr waren die Mitarbeiter des Baubetriebshofes gestern im Einsatz. „Wir waren mit sechs Fahrzeugen, zwei Fremdunternehmern und 22 Leuten unterwegs“, so Bettelhäuser. Wie immer nahm sich sein Team zunächst die Bus- und Steilstrecken sowie die Hauptgefahrenstrecken vor. „30 bis 40 Tonnen Streusalz brachten Bettelhäusers Mannen bis zum Mittag aus. „Wir brauchten am Montagabend sehr viel Salz, weil aufgrund der niedrigen Temperaturen alles sofort festfror. Gestern orderte der Baubetriebshofleiter weitere 50 Tonnen Salz für die nächsten Tage.

Auch die Busse der MVG hatten mit dem Wintereinbruch zu kämpfen. „Im Schnitt hatten unsere Busse 30 Minuten Verspätung“, sagte Marika Gomolka, stellvertretende Pressesprecherin der Verkehrsgesellschaft. Gravierende Störungen gab es in Werdohl nicht, wie sie zu berichten wusste.

Viele Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule und der Erich-Kästner-Hauptschule kamen aufgrund der Busverspätungen nicht pünktlich in den Unterricht, hieß es aus den beiden Bildungseinrichtungen. Am Teilstandort der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule in Kleinhammer gab es hingegen keine Probleme. Gleiches wusste ein Mitarbeiter von der Könisgsburg zu berichten. Im Zugverkehr gab es aufgrund des Wetters keine Ausfälle am Werdohler Bahnhof, wie eine Abellio-Sprecherin gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare