Winterdienst : 4400 Stunden im Einsatz

Hoffen, dass sie die Winterdienstfahrzeuge nun endlich reinigen und einmotten können: Baubetriebshofleiter Uwe Bettelhäuser (von links), Dominic Winterhoff und Roger Schriever. - Foto: Heinze

WERDOHL - „Ich hoffe, dass der Winter jetzt vorbei ist“, sagt Baubetriebshofleiter Uwe Bettelhäuser. Vor allem für seine Mitarbeiter waren die vergangenen vier Monate anstrengend: 47 Einsatztage zählt Bettelhäuser seit Dezember. Mehr als 4400 Stunden waren seine Männer auf den Straßen im Stadtgebiet mit Kleintraktoren und anderen Streufahrzeugen unterwegs, um während des Winters für freie Fahrt zu sorgen. Bei Schnee, Eis und frostigen Temperaturen brachten die Baubetriebshofmitarbeiter insgesamt 800 Tonnen Salz auf die Straßen.

„Ich war selbst überrascht, als ich die Zahlen zusammengestellt habe“, berichtet Uwe Bettelhäuser im Gespräch mit unserer Zeitung und fügt hinzu, dass in der Winterdienstsaison des Vorjahres nur ein Drittel an Arbeitsstunden und Einsatztagen für den Winterdienst beim Baubetriebshof angefallen seien. Bezüglich der Einsatztage und Arbeitsstunden, die der Baubetriebshofleiter in den vergangenen vier Monaten notierte, sei es ein ungewöhnlich harter Winter gewesen. Dafür würden auch die verbrauchten 800 Tonnen Salz sprechen. Im Vergleich: Im Winter 2011/2012 benötigt der Baubetriebshof lediglich 250 Tonnen Streusalz. „In einem mittleren Winter sind es zwischen 400 und 600 Tonnen Salz“, weiß der stellvertretende Baubetriebshofleiter Dominic Winterhoff.

Die Trecker und Streufahrzeuge holten die Mitarbeiter erstmals am 2. Dezember aus der großen Garage an der Plettenberger Straße. Vor allem der Februar sei sehr arbeitsreich gewesen. An insgesamt 18 Tagen waren Bettelhäusers Mannen im Einsatz.

Trotz der vielen Arbeit seien nicht so viele Überstunden angefallen. „Die Mitarbeiter haben zwischendurch schon Stunden abgebaut und die Arbeitszeitverschiebung in den frühen Morgen tat ihr übriges“, erklärt Bettelhäuser.

55 Tonnen Salz lagern derzeit als Vorrat in dem großen Silo auf dem Baubetriebshofgelände. Damit es nicht klumpt, wird es bald umgefüllt. Die beiden Außensilos an der Carl-Diem-Straße und am Solmbecker Weg seinen leer. Diese, resümiert Bettelhäuser, hätten sich in den vergangenen beiden Jahren bewährt. So hätten beispielsweise die Kleintraktoren kürzere Wege gehabt. Die Anmietung der beiden Silos habe sich aber auch noch aus einem weiteren Grund bezahlt gemacht. „Dadurch hatten wir für 50 weitere Tonnen Salz Lagerkapazitäten. Nun plane die Stadt Werdohl, die Silos zu kaufen, so Bettelhäuser. Die Silos wurden im Winter 2010/2011 gemietet, um mögliche Salzlieferschwierigkeiten auszugleichen, erinnert sich der Chef des Baubetriebshofes.

Bettelhäuser und Winterhoff sind froh, dass sie sich erst gegen Ende des Jahres wieder auf schneeglatte oder vereiste Fahrbahnen einstellen müssen. Die nächtlichen Kontrollfahrten zu denen die beiden bei angekündigtem Schneefall im Wechsel gegen 3 Uhr in der Früh aufbrachen, seien schließlich ebenfalls anstrengend gewesen. Dann stehen Kontrollen an der Stadionstraße, an der Stadtbrücke und am Nordheller Weg auf der Route der beiden Experten. „Diese Kontrollen haben sich aber bewährt“, sind sich Winterhoff und Bettelhäuser einig.

Im vergangenen Winter habe es schließlich nur sehr wenig Beschwerden von Bürgern gegeben. „Sehr viele Werdohler haben sich telefonisch oder auch per Mail für den Winterdienst bedankt“, freut sich die Führungsspitze des Baubetriebshofes, dass die Bürger die Arbeit des Teams zu schätzen wissen. Die langjährige Erfahrung, eine gute Organisation und natürlich ein super Team seien neben dem zur Verfügung stehenden Fahrzeugen und ausreichend Streusalz Garant für einen gut funktionierenden Winterdienst. Vor allem ihrem Team sprechen die beiden Männer ein großes Lob aus. „Die Mitarbeiter waren, auch wenn keine Rufbereitschaft angesetzt war, erreichbar und immer einsatzbereit“, sagt Uwe Bettelhäuser.

Derzeit würden die Werdohler Winterdienstfahrzeuge nach und nach gereinigt und aufgearbeitet, bevor sie bis zum nächsten Wintereinbruch in der Fahrzeughalle am Baubetriebshof an der Pletteberger Straße eingemottet werden.Von Ute Heinze

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