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Winter einmal anders: Baumpflege statt Schneeräumen in Werdohl

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Von: Carla Witt

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Winterdienst-Einsätze musste das Team des Werdohler Bauhofs in den vergangenen Monaten kaum fahren.
Winterdienst-Einsätze musste das Team des Werdohler Bauhofs in den vergangenen Monaten kaum fahren. © Andreas Rother (Archiv)

„Es war ausgesprochen ruhig“, sagt Baubetriebshof-Leiter Dominic Winterhoff. Doch obwohl der Winterdienst in den vergangenen Monaten nur eine untergeordnete Rolle spielte; Langeweile hatten die Mitarbeiter des Werdohler Baubetriebshofes nicht.

„Wir sind mit dem Baum- und Strauchschnitt so gut wie noch nie vorangekommen“, berichtet Winterhoff.

An zwei Händen könne man die Winterdienst-Einsätze in dieser Saison abzählen. Eine geschlossene Schneedecke musste das Bauhof-Team in der Innenstadt kein einziges Mal beseitigen. Lediglich auf den Werdohler Höhen – beispielsweise in Pungelscheid oder Hinterbrenge – mussten wenige echte Räumdienste erledigt werden. „Insgesamt haben wir etwa 80 bis 100 Tonnen Streusalz verbraucht“, erklärt der Bauhof-Leiter. Zum Vergleich: Allein während des starken Wintereinbruchs im Februar 2021 seien etwa 200 Tonnen Streusalz benötigt worden.

Winter könnte noch ein Comeback geben

Allerdings: Noch hat sich der Winter nicht endgültig verabschiedet; für die kommenden Tage haben die Meteorologen noch einmal Minusgrade gemeldet. „Das werden wir natürlich im Auge behalten. Möglicherweise müssen wir doch noch einmal raus, weil die Straßen glatt sind.“ Doch selbst, wenn noch ein oder zwei Einsätze bevorstehen: „Man kann diesen Ausnahmewinter in keiner Weise mit anderen vergleichen“, unterstreicht Winterhoff.

Kontrolle der Spielgeräte auf dem Spielplatz an der Oststraße: Die Bauhof-Mitarbeiter Hatnan Bislimi (r.) und Celal Özdemir im Einsatz. Auch während der kalten Jahreszeit werden Reparaturen in diesen sensiblen Bereichen möglichst sofort erledigt.
Kontrolle der Spielgeräte auf dem Spielplatz an der Oststraße: Die Bauhof-Mitarbeiter Hatnan Bislimi (r.) und Celal Özdemir im Einsatz. Auch während der kalten Jahreszeit werden Reparaturen in diesen sensiblen Bereichen möglichst sofort erledigt. © Witt, Carla

Dementsprechend sei das Team in anderen Bereichen auch sehr gut vorangekommen. Auf den Straßen habe es durch den milden Winter kaum Frostschäden gegeben. „Wir konnten vieles gut nacharbeiten, obwohl es natürlich noch einige Altschäden gibt.“ Ungewöhnlich sei auch, dass mit Ausnahme der Alleen an der Goethe- und an der Ütterlingser Straße alle Straßenbäume im Zuständigkeitsbereich des Baubetriebshofs zurückgeschnitten werden konnten. „Und die Pflegemaßnahmen in den genannten Alleen waren auch nicht an der Reihe“, stellt der Bauhofleiter fest. Zusätzlich seien noch viele Sträucher im Stadtgebiet zurückgeschnitten worden.

Grünpflegearbeiten laufen

Inzwischen haben auch die Grünpflegearbeiten schon begonnen: Beete werden aufgearbeitet, Rindenmulch wird erneuert. Nachpflanzungen seien bisher noch nicht erfolgt. „Ob in den Staudenbeeten in der Innenstadt nachgepflanzt werden muss, kann man jetzt noch nicht sehen. Wir müssen noch abwarten, was austreibt“, erklärt Winterhoff.

Dominic Winterhoff, Leiter des Werdohler Bauhofs.
Dominic Winterhoff, Leiter des Werdohler Bauhofs. © Witt, Carla

Mäharbeiten waren bisher auch noch nicht erforderlich. Auch aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind Gras und andere Grünpflanzen bisher noch nicht übermäßig gewachsen. „Wenn es geregnet hat, geht das aber nach Ostern ganz sicher los.“

Spielplätze werden kontrolliert

Auf den Spielplätzen seien dagegen ganzjährige Kontrollen erforderlich. Bei Bedarf – durch Verschleiß oder auch durch Vandalismus – würden Reparaturen umgehend ausgeführt. In den kommenden Wochen gelte es nun, auf einigen Plätzen Fallschutzmatten zu erneuern und die Umlage in Schuss zu bringen.

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