Wimpelwart des SGV bereitet sich auf Wandertage vor

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Heinz Terlutter zeigt stolz die Wimpel, die er auf über hundert Wandertagen ergattert hat. ▪

WERDOHL ▪ Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, sondern in Werdohl vor allem auch des Terlutters Hobby. Seit 1975 ist Heinz Terlutter Mitglied im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV).

Doch damit nicht genug: Der umtriebige Rentner hat im Laufe der Jahre allerhand Aufgaben im Verein übernommen. Vor allem seine Tätigkeit als Wimpelwart hält ihn ziemlich auf Trab.

Einmal im Jahr steht nämlich der Deutsche Wandertag in wechselnden Städten an, bei dem jeweils von Donnerstag bis Montag auf die Wanderfreunde verschiedene Programmpunkte warten. Als Höhepunkt gibt es einen Rundgang durch die Stadt. Anschließend erfolgt die Wimpelausgabe, bei der Terlutter die nächste farbenfrohe Erinnerung an den Wandertag mitnimmt. Mittlerweile hat er 27 Stück eingeheimst, der neueste stammt vom diesjährigen 112. Wandertag in Fläming bei Berlin. Doch auch von den Gebirgsfesten, die alle zwei Jahre stattfinden, bringt der Wanderfreund neue Wimpel mit. 48 für den SGV Bezirk Unterlenne sowie 81 für den Bezirk Dresel – auf 129 Stück hat es Terlutter mittlerweile schon gebracht. „Und die muss ich nun durch die Gegend schleppen“, erklärt der Werdohler lachend. Auch die dazugehörigen Eintrittsplaketten werden aufbewahrt.

27 Wandertage, 32 Gebirgsfeste des SGV, 58 Ehrungen, Jubiläen und ähnliches – was Heinz Terlutter während seiner Tätigkeit für den Verein schon alles erlebt hat, ist eindrucksvoll. Dazu kommt ein über 43-jähriges Engagement im Vorstand verschiedener SGV-Abteilungen. Für den Bezirk Dresel macht er heute noch die Pressearbeit. Zwar bereitet ihm das alles viel Freude, aber vor allem die Fahrten zu den zum Teil weit entfernt stattfindenden Wandertagen sind nicht immer einfach zu bewältigen. Während er früher gleich mehrtägige Ausflüge dorthin unternahm, ist er heute meistens nur noch am Tag der Wimpelausgabe vor Ort. Dann sichert er sich aber nicht nur ein Andenken für den Verein, auch ein Exemplar für den Privatbesitz muss her: „Da könnte ich später ein ganzes Museum raus machen.“ Das einzige, das ihn etwas traurig stimmt, ist die Tatsache, dass den Wanderfreunden der Nachwuchs ausgeht. Doch darüber, dass junge Menschen andere Interessen haben, will er eigentlich nicht urteilen.

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