SPD will stärkste Kraft werden

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SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Wershoven (Mitte) zeichnete Thomas Benecke (l.) als „Fraktionsherr des Jahres“ aus, Andreas Späinghaus (2.v.l.), Cornelius Böttcher (2.v.r.) und Wilhelm Jansen (re.) waren die fleißigsten Sitzungsteilnehmer des ablaufenden Jahres.

WERDOHL - Locker und aufgeräumt war die Stimmung beim „Jahresabschlussgrünkohlfraktionsessen“ der SPD am Donnerstag im Haus Werdohl. Fraktionsvorsitzender Wershoven zeichnete besonders verdiente Fraktionsmitglieder aus und bereitete die Partei auf den Wahlkampf vor.

„Ich begrüße auch unseren Noch-Bürgermeister Siggi“, stieg Wershoven launig in die nette Runde mit fast allen aktuellen und sehr vielen ehemaligen Fraktionsmitgliedern ein. Nach einem Jahr Pause hatte Wershoven die Tradition dieser Jahresabschlusssitzung der Fraktion wieder belebt. 4206 Minuten, also genau 70 Stunden und sechs Minuten hätten die Sitzungen des Rates und der Ausschüsse in Anspruch genommen. Dazu kamen 22 Fraktionssitzungen. „Wir haben mehr als 100 Stunden gemeinsam kommunalpolitische Themen diskutiert“, rechnete Wershoven zusammen. Hinzu käme noch persönliche Vorbereitungszeit, Hintergrundgespräche und Gespräche mit Bürgern – also insgesamt sehr viel Einsatz für die Stadt.

Im Jahresrückblick berichtete Wershoven über die Planungen für den weiteren Stadtumbau. „Bedauerlich, dass uns die Ausführungsplanungen für die Stadtspange, den Brüninghaus-Platz und den Ludwig-Grimm-Park immer noch nicht vorliegen“, so Wershoven. Die SPD sei dafür, dass auch in dieser Reihenfolge gebaut werde.

Wershoven erinnerte noch einmal an die zahlreichen Spar-Beschlüsse, die die SPD gemeinsam mitgetragen habe: „Diese Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen.“ Schwierig sei die Situation gewesen, als zwischenzeitlich die Haushalts-Genehmigung ernsthaft gefährdet war.

Wershoven kritisierte in seinem Rückblick WBG und CDU. Während die SPD im Rahmen des Sparpaketes nicht an Kindern und Jugendlichen sparen wolle, habe es bei der WBG lediglich geheißen, man wolle Kinder und Jugendliche „nicht noch zusätzlich belasten.“ CDU und WBG hätten gegen den Umzug des Jugendtreffs Pungelscheid gestimmt, damit werde doch bei Kindern und Jugendlichen gespart.

Auch ein paar Personalien hatte Wershoven vorbereitet: Durch das Ausscheiden von Rafael Swaczyna aus dem Rat sei Nadine Kuschmierz nachgerückt. Marion Gierse und Gülcan Kiraz seien in diesem Zusammenhang in die Ausschüsse als Fraktionsmitglieder gelangt. Zu „Fraktionsherrn des Jahres“ erklärte Wershoven Thomas Benecke und Dieter Gierse. Benecke suche und fände Themen, die dann SPD-Themen würden. Und Gierse sei so etwas wie der „gesundheitspolitische Sprecher“ der Werdohler SPD-Fraktion. An den meisten Sitzungen 2013 teilgenommen hatten Cornelius Böttcher, Wilhelm Jansen und Andreas Späinghaus.

Wershoven schloss mit einem Aufruf zum Wahlkampf: „Lasst uns deutlich machen, wer die bessere Arbeit gemacht hat und lasst uns dafür kämpfen, wieder stärkste Fraktion zu werden.“

Von Volker Heyn

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