WBG will mehr Sauberkeit in Werdohl

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Die WBG hat beantragt, dass das achtlose Fortwerfen von Kippen zukünftig auch bestraft wird.

WERDOHL - Die Werdohler Bürgergemeinschaft hat am Montag im Hauptausschuss den Antrag gestellt, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zukünftig auch weggeworfene Kippen und Abfälle ahnden soll. Einerseits soll dies für mehr Einnahmen sorgen, vor allem aber die Sauberkeit im Innenstadtbereich erhöhen.

Das Argument, solche Kontrollen könnten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus Zeitgründen nicht leisten, widerspricht WBG-Fraktionsvorsitzender Willibald Mertens. Wenn der Außendienst in der Lage sei, Bürgersteige auf überhängende Zweige zu kontrollieren, könnten auch Verwarnungsgelder für weggeworfene Kippen erteilt werden. Torsten Hänel (WBG): „Wir können uns nicht vorstellen, dass jemals ein Knöllchen für eine weggeworfene Kippe verteilt worden ist.“ Ebenso müssten auch Kaugummireste und Abfälle geahndet werden. Die WBG sehe nicht ein, dass sehr viel Geld für eine schöne Innenstadt ausgegeben werde und diese dann gleich wieder verdreckt werde.

Nicht ganz so vehement stellte sich Cornelius Böttcher von der SPD und Stefan Ohrmann von der CDU hinter diese Idee. Eine ordnungsbehördliche Verordnung sei nur dann etwas wert, wenn sie auch durchgesetzt werde. Fachbereichsleiter Bodo Schmidt sah bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes kein freies Potenzial für eine Ausweitung der Kontrollen: „Die Karte ist ausgereizt.“ Bürgermeister Griebsch sagte, dass die Kontrolle öffentlicher Sauberkeit ohnehin zu den üblichen Aufgaben des Ordnungsamtes gehöre: „Das ist tägliches Geschäft.“ Für intensivere Kontrollen sehe er aber keine Chance, was im Rahmen der Möglichkeiten getan werden könne, werde erledigt. Der Antrag der WBG wurde dennoch einstimmig so angenommen.

In den Rat verschoben wurde der Antrag der SPD/FDP-Fraktionen, einen Abfallsauger anzuschaffen, der die üblichen Greifzangen ersetzen soll. Von der Leistungsfähigkeit solcher Geräte war die Verwaltung offensichtlich noch nicht überzeugt.

Von Volker Heyn

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