SPD will freies W-Lan für Stadtzentrum

Werdohl - Die SPD-Fraktion fordert einen freien drahtlosen Internetzugang für die Werdohler Innenstadt. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten Bürgermeisterin Silvia Voßloh am Samstag zugestellt. In einem zweiten Antrag fordern sie Voßloh auf, das Thema „Schnelles Internet“ im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) noch einmal aufzugreifen.

„Bund und Land fordern ,Freies W-Lan‘ für öffentliche Gebäude und Fußgängerzonen“, heißt es in dem ersten Antrag. Diesem Anliegen wolle sich die SPD anschließen. Das bringe Standortvorteile für die Stadt mit sich, auch im Hinblick auf den Tourismus. „Wir schlagen vor, Router im Rathaus, Sparkasse, Bücherei, Volksbank und Bahnhofsbereich zu installieren“, schreibt die SPD weiter.

Bei einem Abstand von 30 bis 50 Metern zwischen den einzelnen Routern würden 20 bis 30 Geräte gebraucht, um die Innenstadt zu versorgen, schätzte SPD-Ratsherr Jürgen Henke auf Nachfrage unserer Redaktion. Ein Router koste 20 Euro; die Gesamtkosten beliefen sich also auf maximal 600 Euro. Die Router müssten dann nur noch programmiert werden. „Aber da gibt es ja mit Reinhardt Haarmann einen IT-Experten im Rathaus“, sagte Henke, der Leiter des Arbeitskreises Umwelt und Stadtentwicklung der SPD-Fraktion. Die Kosten könnten durch Sponsoren gedeckt werden. Er habe bereits die Sparkasse angesprochen.

Zum Thema „Schnelles Internet“ hat der Arbeitskreis „eine nicht repräsentative Erhebung“ durchgeführt. Er habe alle SPD-Mitglieder sowie Bekannte im gesamten Stadtgebiet angeschrieben und nach ihrer Internetverbindung gefragt, erläuterte Henke das Vorgehen. „So können, je nach Wohngebiet, Verbindungen manchmal lediglich mit einem separaten Stick oder einem veralteten analogen Modem hergestellt werden. Teils schwanken die zur Verfügung gestellten DSL-Bandbreiten zwischen einem Downloadwert von 683 kbit/s und rund 24 000 kbit/s (Kilobit pro Sekunde, Anm. der Red.)“, heißt es in dem Antrag der Sozialdemokraten.

Angeblich seien aber bereits Glasfaserleitungen verlegt worden, „die den Kunden offensichtlich noch nicht zur Nutzung freigegeben worden seien“, schreibt die SPD weiter. Henke sagte auf Nachfrage unserer Redaktion, er habe gehört, dass es solche Leitungen schon in der Brüderstraße und in der Straße „Am Krähenacker“ gebe.

Die SPD-Fraktion fordert Bürgermeisterin Voßloh auf, sich bis zur nächsten Ustea-Sitzung am 10. März darüber zu informieren, welche Fördergelder Werdohl von Bund und Land für den Breitband-Ausbau bekommen könnte. - Von Constanze Raidt

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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