SPD will die Feuerwehr stärken

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Wenn die Feuerwehr im Einsatz ist, braucht sie gute Schutzkleidung. Die SPD möchte dafür mehr Geld locker machen.

Werdohl - Die SPD-Fraktion meint es gut mit der Feuerwehr. So ließen sich die beiden Anträge interpretieren, die die Sozialdemokraten am Montagabend im Hauptausschuss stellten.

Für Schutz- und Dienstkleidung der Brandbekämpfer solle die Stadt ab 2018 jährlich 10 000 Euro mehr bereitstellen und außerdem sollten alle Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Dienstausweis ausgestattet werden, der ihnen Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen und bei Einkäufen ermöglichen soll. 

10 000 Euro mehr für Ausrüstung seien angesichts von mindestens 1000 Euro, die für einen einzigen Feuerwehrmann einzuplanen seien, nur ein Tropfen auf den heißen Stein, vermuteten CDU und WBG. Sie forderten stattdessen ein Konzept zur Ausstattung der gesamten 120-köpfigen Werdohler Feuerwehr mit besserer Sicherheitskleidung. 

Mit einem Dienstausweis, der Feuerwehrmitgliedern Vergünstigungen bringen soll, solle das Ehrenamt gestärkt werden, versuchte SPD-Fraktionschef Wilhelm Jansen die Absicht hinter dem anderen Antrag zu verdeutlichen. Doch die CDU witterte Ungleichbehandlung und rechtliche Schwierigkeiten. „Wäre das nicht Vorteilsnahme im Amt?“, warf Fraktionschef Stefan Ohrmann eine Frage auf, die der für Feuerwehrangelegenheiten zuständige Fachbereichsleiter Bodo Schmidt wenig später beantwortete.

"Dann sollte das auch in Werdohl zulässig sein"

Als Gegenleistung für ihre Dienstausübung dürften auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr keine Vorteile annehmen, erklärte er. „Das kann ein Risiko sein, wir haben da rechtliche Bedenken“, sagte Schmidt. Keine 24 Stunden später nahm Schmidt diese Aussage zurück: Bundesweit gebe es viele Beispiele, dass der Einsatz Freiwilliger Feuerwehren auf diese Weise honoriert werde. Schmidt: „Dann sollte das auch in Werdohl zulässig sein.“ Jansen hatte zuvor darauf verwiesen, dass die Stadt Meschede den Dienstausweis für ihre Feuerwehrleute schon eingeführt habe. 

Abgelehnt wurden die beiden SPD-Anträge vom Hauptausschuss nicht, sie sollen vielmehr in der Ratssitzung am 20. November noch einmal auf die Tagesordnung kommen.

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