SPD will Bezüge von Janikowski zurück

WBG-Ratsherr Thomas Janikowski bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte.

WERDOHL - Die SPD möchte, dass WBG-Ratsherr Thomas Janikowski seine Aufwandsentschädigung an die Stadt zurückzahlt, weil der Politiker seit 15 Monaten keine einzige Sitzung von Rat und Ausschüssen besucht hat. Janikowski ist seit 15 Monaten arbeitsunfähig krankgeschrieben und hatte dies auch stets so öffentlich mitgeteilt.

SPD-Ratsherr Cornelius Böttcher sprach die Sache am Montag im Hauptausschuss an: „Ein Ratsmitglied, das 15 Monate nicht an der politischen Arbeit teilnimmt, sollte vielleicht auf sein Mandat verzichten.“ Das sei allerdings eine freiwillige Sache, der Rat habe da keinen Einfluss. Allerdings, so Böttchers Ansicht, könne der Rat die Aufwandentschädigung zurückverlangen, weil Janikowski diese zu Unrecht bezogen habe. Schließlich seien dies Steuergelder. Die WBG könne mit dieser Situation auch nicht zufrieden sein, weil ihr im Rat ständig eines der sieben Mandate fehle.

Böttcher riet dem WBG-Fraktionsvorsitzenden Willibald Mertens, die WBG solle Janikowski doch wenigstens aus den Ausschüssen herausnehmen. Mertens sagte daraufhin nur, dass Janikowski im Februar gegenüber der WBG erklärt habe, dass er ab 1. März die politische Arbeit wieder aufnehme und an der Ratssitzung am 18. März teilnehmen werde.

In einem vergleichbaren Fall in Kürten hat ein Ratsmitglied auf Aufforderung der Stadt rund 1700 Euro Aufwandsentschädigung zurückgezahlt, weil er sieben Monate gefehlt hatte. Der Mann gab an, beruflich eingebunden gewesen zu sein.

Von Volker Heyn

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare