Wiedereröffnung am Donnerstag: So sieht der neue McDonalds in Werdohl aus

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Werdohl - „Klar, Mäcces darf man natürlich sagen, McDonalds klingt vielleicht etwas sperrig, da hat sich umgangssprachlich Mäcces durchgesetzt. Ich finde es gut, es klingt ja nicht negativ.“

Während sich Ulrich Wienkötter Gedanken über das Ansehen seiner „Company“ – wie er sie respektvoll nennt – macht, dirigiert er nebenbei die Handwerker. 

Rund 20 Männer in unterschiedlichen Gewerken arbeiten gleichzeitig im Restaurant an der Gildestraße. Viel von einem Restaurant ist auch zwei Tage vor der Wiedereröffnung am Donnerstagmittag nicht zu sehen. Maler stehen auf Leitern und streichen die Decke, Tischler hantieren mit der Kappsäge, Elektriker verlegen endlos Kabel und IT-Techniker bauen die ersten Server auf. 

Wienkötter investiert 450.000 Euro

Während mancher Gastronom in Werdohl vielleicht neue Stühle und Pfannen kaufen kann und alle Jubeljahre den Gastraum anstreicht, investiert Ulrich Wienkötter stolze 450 000 Euro in den Umbau seines McDonalds-Restaurants an der Gildestraße. Schon vor neun Jahren steckte Wienkötter 250 000 Euro in eine Renovierung. „Wir wollen unseren Gästen immer wieder etwas Neues und Schönes bieten“, so der Franchise-Nehmer aus Mülheim. 

Ulrich Wienkötter steht in der Küche seines Werdohler McDonalds-Restaurants. Nach zwei Wochen Umbauzeit soll am morgigen Donnerstag gegen Mittag wieder eröffnet werden. Wienkötter ist gelassen: „Die Jungs hier wissen genau, was sie tun."

Wienkötter betreibt die UWI Systemgastronomie mit mittlerweile acht McDonalds-Restaurants: Zwei in Lüdenscheid, je eins in Remscheid, in Wuppertal an der A1, in Radevormwald, Ennepetal und Schwelm. 300 Mitarbeiter beschäftigt er aktuell. Die Gebäude gehören McDonalds, Wienkötter ist Mieter. Der Diplom-Ingenieur ist mit seiner „Company“ groß geworden: 13 Jahre arbeitete er in der Expansionsabteilung, seit 2003 ist er Franchise-Nehmer. Mit Big Mac, McFlurry und der Juniortüte ist er seit fast 30 Jahren verbunden. 

McDonalds wird älter, die Kundschaft auch

McDonalds wird älter, ebenso Teile der Kundschaft, was bedeutet, dass sich die Burgerkette ständig weiterentwickeln und verjüngen müsste. Konkurrenz in der Systemgastronomie gibt es massenhaft, aber McDonalds ist mit mehr als 1400 Restaurants in Deutschland die absolute Nummer eins. 

Alle Restaurants sollen bis zum Jahresende 2019 auf das System RDZ „Restaurant der Zukunft“ umgestellt werden. Werdohl ist das letzte von Wienkötters Restaurants, die von Grund auf umgekrempelt werden. Neu ist, dass alles frisch zubereitet wird, nichts liege mehr lange „auf Halde“. Hinzu kommt eine „american bakery“ mit Donuts, Cookies und Muffins. 

Bestellung an einem "Kiosk"

Bald wird der Kunde an der Gildestraße an einem „Kiosk“ bestellen. Alle Gerichte sind mit Preisen auf einem Touchscreen zu sehen. In Ruhe, ohne den Druck einer Schlange Wartender im Nacken, könne der Kunde sein Essen aussuchen und direkt per EC-Karte bezahlen. Wer will, darf sich aber auch in Zukunft noch an einen Menschen hinter dem Tresen wenden. 

Ein Blick in die sogenannte Lobby, den eigentlichen Gastraum des Restaurants. Im Hintergrund wird der Raum für Kindergeburtstage neu eingerichtet.

Das McDonalds der Zukunft bietet Service am Tisch. Wer mag, nimmt ein handgroßes dreieckiges Gerät („Tent“) an den Tisch. Sensoren in der Decke und im Bereich der Außenflächen zeigen der Servicekraft am Tresen an, an welchem Tisch der Kunde seine Mahlzeit zu verspeisen gedenkt. IT-Technik spielt eine große Rolle. 

Straßensperrung: 40 Prozent Verlust

Die Sperrung der Bundesstraße zwischen Werdohl und Plettenberg ist laut Wienkötter eine „absolute Katastrophe, ein signifikantes Problem“. In den ersten Wochen habe das Restaurant 40 Prozent Umsatzeinbußen gehabt. Stammgäste blieben weg: Zum Beispiel junge Gruppen, die im Mäcces eine Art Zuhause sähen. Deshalb sei die zweiwöchige Umbauzeit in die Zeit der Sperrung gelegt worden. Dass die noch bis fast Ende des Jahres dauern wird, ärgert Wienkötter: „Da müsste rund um die Uhr gearbeitet werden.“ 

Der Baustellenbetreiber habe offensichtlich nicht so einen Druck wie ein im Wettbewerb stehender Unternehmer. Sagt es und verabschiedet sich: Die Anbringung des neuen Höhenbegrenzers vor dem McDrive verlangt seine Aufmerksamkeit.

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