Eisvogel-Skulptur wieder verschwunden

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Peter Lux, Inge und Hermann Faßbender (von links) sind erschüttert: Wieder einmal ist der kupferne Eisvogel von seinem Sockel im Skulpturenpark verschwunden – diesmal möglicherweise endgültig.

Werdohl -  Wieder einmal ist der Eisvogel aus dem Skulpturenpark an der Lennepromenade verschwunden. Die Aktiven des Werdohler Bürgerstammtisches befürchten, dass er diesmal nicht wieder auftauchen wird.

Hermann und Inge Faßbender, die jeden Tag an der Lennepromenade spazieren gehen, hatten am Montagmorgen festgestellt, dass die einst vom Werdohler Künstler Ingo Duisberg geschaffene kupfernde Vogelstatue von ihrem Sockel verschwunden war.

Dabei hatten Dieter Völlmecke und Gerhard Clever sie nach ihrem letzten Verschwinden und Wiederauffinden im Herbst 2015 vermeintlich vandalensicher befestigt: mit einem Betonkern, in den ein Vierkantstab eingelassen worden war, der wiederum mit einem stabilen Kreuz aus Flacheisen auf dem Natursteinsockel befestigt worden war.

Der offensichtlich brachialen Gewalt, mit der jetzt Unbekannter zugeschlagen haben, konnte aber auch dieses Befestigungssystem nicht widerstehen. „Der Eisvogel hat nicht einmal zwei Jahre gestanden, dabei haben wir gedacht, wir hätten jetzt Ruhe“, ist Hermann Faßbender fassungslos. Er glaubt, dass die Täter die Figur mit einem Fahrzeug abtransportiert haben müssen: „Weit tragen kann man die nicht, so schwer ist die!“

Der 2011 eröffnete Skulturenpark mit sechs Kunstwerken von Annette Kögel, Hiltrud Steuble-Deigmöller, Kurt Kornmann und Ingo Duisberg war schon mehrfach Ziel von Vandalen. Im September 2013 wurden mehrere Skulpturen beschädigt, darunter auch der Eisvogel. Im Oktober 2015 wurde der Eisvogel dann zum ersten Mal komplett von seinem Sockel gerissen. Ein Passant fand ihn aber nur wenig später in der Lenne, so dass er repariert und knapp acht Wochen später wieder aufgestellt werden konnte.

Die nähere Umgebung des Skulpturenparks haben Mitglieder des Bürgerstammtisches bereits abgesucht – ohne Erfolg. Deshalb befürchten sie, dass das Kunstwerk diesmal endgültig verschwunden sein könnte. Möglicherweise hätten sich Metalldiebe seiner bemächtigt.

Auch deshalb hat der Bürgerstammtisch bei der Polizei Anzeige erstattet. Und er hofft, dass möglicherweise Anwohner der Goethestraße am zurückliegenden Wochenende etwas Verdächtiges bemerkt haben und deshalb Hinweise auf mögliche Täter geben können.

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