Briefe kommen mit Verspätung

Wieder Probleme mit Postzustellung im Versetal ‒ das ist der Grund

Im Zustellstützpunkt der Deutschen Post in der Werdohler Innenstadt gab es erneut einige Krankheitsfälle. Das hatte einmal mehr Verzögerungen bei der Briefzustellung zur Folge.
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Im Zustellstützpunkt der Deutschen Post in der Werdohler Innenstadt gab es erneut einige Krankheitsfälle. Das hatte einmal mehr Verzögerungen bei der Briefzustellung zur Folge.

Im Versetal gibt es offensichtlich immer noch Probleme mit der regelmäßigen Zustellung der Post. Insbesondere für Unternehmen hat das unangenehme Folgen. Die Deutsche Post nennt Gründe für den Missstand.

Werdohl ‒ Schon vor rund acht Wochen hatten Post-Kunden im Versetal beklagt, dass die Zusteller zu ihnen nur noch selten und unregelmäßig kommen, um Briefe abzuliefern. Ein Sprecher der Deutschen Post begründete das seinerzeit mit „extremsten Personalausfällen“ durch Krankheit, die auch durch Vertretungen nicht mehr aufgefangen werden könnten. Deshalb werde in Kleinhammer nur noch jeder zweite Straßenzug täglich beliefert; die ausgelassenen Straßen seien dann am jeweils nächsten Tag an der Reihe. Besserung sei aber in Sicht, versicherte der Post-Sprecher Ende März.

Ob sich die Situation zwischenzeitlich wirklich verbessert hat, ist nicht bekannt. Derzeit gibt es aber offensichtlich wieder Probleme mit der Zustellung der Briefpost. Angelika Michel aus Kleinhammer kann ein Lied davon singen. Seit Donnerstag vergangener Woche seien für die sechs Personen in ihrem Haus im Brauk keine Briefe mehr angekommen, dafür dann am Dienstag (25. Mai) gleich 34 auf einen Schlag.

Bankabbuchung vor Eintreffen der Rechnung

Was für Privatpersonen in den meisten Fällen keine besonders große Rolle spielen dürfte, hat für Unternehmen aber mitunter unangenehme Folgen. Auch davon kann Angelika Michel berichten, denn ihr Sohn Daniel Michel betreibt in Kleinhammer einen Heizungsbaubetrieb und hat dafür auch die ehemalige Kreuzkirche auf der Königsburg gekauft, um sie als Lager zu nutzen. „Die Probleme bei der Post führen dazu, dass manchmal schon Beträge vom Konto abgebucht sind, ehe überhaupt die Rechnung dafür bei uns angekommen ist“, berichtet Angelika Michel.

Auch ein an ihren Sohn adressierter Brief vom Notar, der mit dem Kauf der früheren Kreuzkirche zu tun gehabt habe, sei erst mit etlichen Tagen Verspätung beim Empfänger angekommen. Das habe dann schon zu zeitlichen Problemen geführt, moniert die Mutter des Jungunternehmers.

Jüngstes Beispiel, wie die Verspätung der Post Unternehmen in die Bredouille bringen kann: Von der beabsichtigten Schließung der Sparkassen-Filiale im Versetal erfuhr Daniel Michel nicht etwa per Post zuerst von der Sparkasse selbst, sondern am vergangenen Samstag durch die Zeitung. Der Unternehmer habe bei der Bank in Kleinhammer allerdings ein Schließfach gemietet, das er nach der Filialschließung nicht weiter nutzen könne. „Und in Werdohl ist derzeit kein Schließfach zu bekommen“, berichtet Angelika Michel von den erfolglosen Bemühungen um eine Ersatzlösung bei der Hauptstelle. Bis Ende Juni ist noch Zeit, dann schließt die Sparkasse ihre Filiale im Versetal.

Grund für die neuerlichen Zustellprobleme der Deutschen Post sind übrigens nach Angaben von Post-Pressesprecherin Jessica Balleer wiederum krankheitsbedingte Personalausfälle. „Vergangene Woche Freitag und Samstag gab es leider aufgrund von Krankmeldungen erneut einen personellen Engpass, der dazu geführt hat, dass sich Rückstände gebildet haben. Das Zustellteam konnte aber am Dienstag sämtliche Brief- und Paketsendungen leicht verzögert zustellen“, teilte sie auf Nachfrage mit.

Aktuell gebe es keine Rückstände im Zustellstützpunkt, das Team gehe „in eine personell stabile Woche“, gab Balleer Anlass zu der Hoffnung, dass sich die Situation in Kleinhammer und dem übrigen Versetal nun verbessern könnte.

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