Tag eins nach dem Lockdown

Wieder Präsenzunterricht: Schüler kehren mit Skepsis zurück

Schulunterricht mit Abstand zum Nachbarn und mit Masken: An der Albert-Einstein-Gesamtschule – hier unterrichtet Lehrer Jan Demes in der Klasse des 13. Jahrgangs – hat am Montag der Präsenzunterricht wieder begonnen.
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Schulunterricht mit Abstand zum Nachbarn und mit Masken: An der Albert-Einstein-Gesamtschule – hier unterrichtet Lehrer Jan Demes in der Klasse des 13. Jahrgangs – hat am Montag der Präsenzunterricht wieder begonnen.

Nach rund zweimonatigem Lernen auf Distanz sind die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10, 12 und 13 der Werdohler Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) am Montag in den Präsenzunterricht zurückgekehrt.

Für diese Jahrgangsstufen stehen in diesem Sommer (Klassen 10 und 13) beziehungsweise im nächsten Jahr (Klassen 12) wichtige Schulabschlüsse an. Ihnen das Weiterlernen in der Schule zu ermöglichen habe deshalb Priorität gehabt, erklärte Schulleiter Sven Stocks, nach welchen Kriterien entschiede worden ist, welche Jahrgänge zuerst in die Schule zurückkehren dürfen.

Unter den Abiturienten war die Erleichterung darüber, jetzt wieder unter fast normalen Bedingungen lernen zu können, zu spüren. Denn die Mehrheit, das war bei einer Spontanumfrage zu spüren, fühlt sich noch nicht bereit für die Abi-Prüfungen im April und Mai. Das Homeschooling habe zwar technisch weitestgehend gut geklappt, berichteten die Schüler des 13. Jahrgangs. Einige hatten aber auch festgestellt, dass man in der Schule intensiver lernt.

System kommt nicht bei allen Schülern gut an

Das System, das die AEG ausgetüftelt hat, um auch im Präsenzunterricht die Gefahr einer Ausbreitung des Coronavirus möglichst gering zu halten, kam zumindest am Montag noch nicht bei allen Schülern des Abitur-Jahrgangs gut an. Dass die Klassen in zwei Gruppen zu je höchstens 16 Schülern aufgeteilt wurden und die Lehrer deshalb zwischen zwei Klassenräumen hin- und herwechseln müssen, fanden einige nicht optimal. Das Lernen und die Abi-Vorbereitung in der Pademie bleibt also eine Herausforderung.

An der Realschule, wo nur die beiden 10. Klassen in den Präsenunterricht zurückgekehrt sind, wird auf eine Klassen-Teilung verzichtet. Die Schülerzahl sei nicht so groß, die Klassenräume dagegen groß genug, begründete Schulleiter Oliver Held. Eine Trennung der Schüler gibt es am Köstersberg nur in den Kursen, die normalerweise von Schülern beider 10. Klassen besucht werden. So soll im Interesse einer Eindämmung der Pandemie eine Vermischung der jeweiligen Schülergruppen vermieden werden.

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