35 Meter sind 87-Jährigem zu weit

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Die MVG nutzt an der Christuskirche seit einigen Tagen den neuen Schaukasten (ganz rechts), um ihre Fahrpläne gebündelt zu präsentieren.

Werdohl - Karl-Heinz Neumann ärgert sich wieder einmal über die Bushaltestelle an der Christuskirche: Diesmal ist dem 87-jährigen Rentner aus Ütterlingsen der Fahrplan-Aushang ein Dorn im Auge.

Vor etwa zwei Wochen war Neumann auf die seit Monaten leeren Informationskästen an der Bushaltestelle aufmerksam geworden. In der Annahme, dies seien Aushangkästen der Sadtverwaltung, hatte er Bürgermeisterin Silvia Voßloh darauf aufmerksam gemacht und sich auch in einem Leserbrief in dieser Zeitung darüber geäußert. Es stellte sich heraus, dass die Stadt die Kästen zwar im Zuge des Neubaus der Bushaltestelle im vergangenen Jahr hatte aufstellen lassen, dass sie aber für eine Nutzung durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) vorgesehen sind.

Die MVG nahm Neumanns Kritik auf und bestückte die Schaukästen mit den Busfahrplänen, die bisher auf mehrere Halterungen an Masten entlang der Bushaltestelle verteilt gewesen waren. „Das wollte auch die Stadt Werdohl gerne so haben“, erklärte MVG-Sprecher Jochen Sulies. Karl-Heinz Neumann sieht aber nun das Problem, dass der Fahrplanaushang am hinteren Ende der gesamten Bushaltestelle angebracht ist und der Weg von dort bis zum Einstieg in die Busse bis zu 35 Meter lang sein kann. Für einen 87-Jährigen, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, sei das eine große Herausforderung, meint er.

MVG-Sprecher Jochen Sulies hat die Kritik zur Kenntnis genommen, sieht aber derzeit trotzdem (noch) keinen Handlungsbedarf. „Wir warten jetzt erst einmal weitere Reaktionen von Fahrgästen ab“, sagte er. Erst wenn es weitere Beschwerden gebe, werde die MVG in Abstimmung mit der Stadt Werdohl nach alternativen Lösungen suchen. Wie die aussehen könnten, hänge allerdings auch von den baulichen Voraussetzungen ab.

Neumann hatte sich vor fast einem Jahr schon einmal über die Einrichtung der Bushaltestelle beklagt. Seinerzeit hatte er kritisiert, dass der Weg von den überdachten Sitzmöglichkeiten bis zum vorderen Teil der Bushaltestelle zu lang und deshalb von älteren oder gehbehinderten Fahrgästen nur schwer zu bewältigen sei.

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