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Wie Familienkater Pepper einer Kröte das Leben rettete

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Von: Volker Griese

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Familienkater Pepper hat in einen Kampf zwischen Ringelnatter und Kröte eingegriffen.
Familienkater Pepper hat in einen Kampf zwischen Ringelnatter und Kröte eingegriffen. © Thomas Schmidt

Durch seinen mutigen Einsatz im Garten der Familie Schmidt in Werdohl hat Kater Pepper einer Kröte das Leben gerettet. 

Werdohl ‒ Thomas Schmidt berichtete von einem selten zu beobachtenden Naturschauspiel, dessen Zeuge er geworden ist. „Beim Blumengießen mit der Gießkanne in der Hand habe ich erst gar nicht auf das bewegungslose Etwas reagiert, bis ich dann kurz vor der Ringelnatter zum Stehen kam“, erzählte er von dem Erlebnis.

Im Maul der Natter steckte eine Kröte, die sich ordentlich aufplusterte und damit wohl eine Flucht der Schlange schier unmöglich machte. „Bestimmt eine Stunde änderte sich das Bild kaum. Erst als unserer Familienkater Pepper mutig ins Geschehen einschritt und der Schlange mit seiner Pfote kurze, neugierige Schläge verabreichte, ließ die Ringelnatter die halb verschlungene Kröte los, die dann völlig erschöpft das Weite suchte“, berichtete Schmidt weiter.

Dass Ringelnattern Kröten verspeisen, ist nicht selten, bilden die Amphibien doch ihre Nahrungsgrundlage. Große Ringelnatter-Weibchen ernähren sich vor allem von den großwüchsigen Erdkröten-Weibchen. Beobachten lässt sich ein solcher Vorgang aber äußerst selten. Thomas Schmidt konnte alles sogar noch im Foto festhalten.

Für Menschen sind Ringelnattern vollkommen ungefährlich. Ringelnattern sind sehr scheu, bei Störungen versuchen sie zu fliehen. Ist eine Flucht nicht möglich, lassen sie ihren Körper größer erscheinen.  Es folgen Zischen und Kopfstöße (Scheinbisse) in Richtung des Angreifers. Wirkliche Bisse kommen aber äußerst selten vor und sind für Menschen und Haustiere nicht bedrohlich. In Deutschland ist die Ringelnatter, deren Bestand durch den Verlust von Lebensräumen bedroht ist, besonders geschützt und darf daher nicht belästigt, gefangen oder gar getötet werden.

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