"Wirtschaftsregion wird abgeklemmt" -Widerstand aus Werdohl gegen Bahn-Pläne

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Der ICE zwischen Köln und Berlin wird demnächst vorübergehend nicht mehr in Hagen halten.

Werdohl - Der ICE zwischen Köln und Berlin wird im nächsten Jahr acht Monate lang nicht in Hagen halten. Der Grund ist nach Angaben der Deutschen Bahn eine Baustelle.

Zwischen März und Oktober sollen an drei Brücken im Großraum Bielefeld Erneuerungsarbeiten durchgeführt werden. Dadurch entstehende Verzögerungen sollen durch den Wegfall des Halts in Hagen wieder aufgeholt werden. 

Für den Werdohler SPD-Ratsherrn Andreas Späinghaus ist das „gelinde gesagt, eine Frechheit.“ In der Ratssitzung am Montag regte Späinghaus an, dass der Stadtrat sich mit einer Resolution gegen diese vorgesehene Fahrplanänderung aussprechen möge.

 „Südwestfalen ist eine Wirtschaftsregion, und die wird damit handstreichartig abgeklemmt“, sagte der Ratsherr ziemlich deutlich, was er von den Plänen der Deutschen Bahn hält. Die übrigen Ratsmitglieder sahen das ähnlich. Mit einer Resolution wird sich das Gremium dann wohl in seiner nächsten Sitzung am Dezember befassen. 

Bahn soll umgestimmt werden

Öffentlich geäußerter Widerstand, so die Hoffnung der Politiker, könnte die Bahn umstimmen. Die Bahn hatte ursprünglich den Plan, nur noch jeden zweiten ICE zwischen Köln und Berlin in Hagen halten zu lassen. Die anderen Züge der schnellsten DB-Gattung sollten komplett durch das Ruhrgebiet fahren und nicht mehr in Hamm geteilt werden.

Hagen und Wuppertal wären die leidtragenden Städte gewesen. Durch öffentlichen Druck hatte die Bahn diesen Plan verworfen.

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