Verkehrsprobleme nach dem Unwetter

Wichtiger Knotenpunkt wird jetzt ganz schnell fertig

Die Kreisverkehr-Baustelle vor dem VDM-Werk soll ab Freitagnachmittag ohne Baustellenampeln befahrbar sein.
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Die Kreisverkehr-Baustelle vor dem VDM-Werk soll ab Freitagnachmittag ohne Baustellenampeln befahrbar sein.

Um die seit dem Unwetter in der vergangenen Woche stellenweise problematische Verkehrssituation im Märkischen Kreis zu entspannen, verschiebt der Landesbetrieb Straßen.NRW die Prioritäten: Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Lennetal soll nun schon früher befahrbar gemacht werden als eigentlich vorgesehen.

Werdohl ‒ Drei Wochen müsse am VDM-Kreisel noch gebaut werden, bis dort der Verkehr auch ohne Ampeln fließen könne, hatte Bürgermeister Andreas Späinghaus in der vergangenen Woche gesagt. Jetzt geht alles viel schneller.

Durch das Starkregenereignis am Mittwoch vergangener Woche ist das Verkehrsnetz im Märkischen Kreis an etlichen Stellen stark beschädigt worden. Viele Straßen mussten aufgrund von Schäden, die eine verkehrssichere Befahrbarkeit nicht mehr zulassen, gesperrt werden.

In Werdohl hat es vor allem die L 656 (Höllmecke) schwer getroffen, aber auch die B 236 ist noch nicht durchgehend wieder befahrbar. Als in der vergangenen Woche in Werdohl wegen des überfluteten „Troges“ dann auch die Derwentsider Straße noch gesperrt war, hatte sich der Verkehr insbesondere auf der B 229 (Neuenrader Straße) kilometerlang gestaut, weil alle Fahrzeuge die Kreisel-Baustelle vor dem Werdohler VDM-Werk passieren mussten. Ein Ausweichen etwa auf die Höllmecke war ja wegen der dortigen Straßenschäden nicht möglich.

Die Instandsetzung der Höllmecke wird sicherlich einige Monate in Anspruch nehmen. Deshalb hat der Landesbetrieb Straßen.NRW jetzt bei der Kreisel-Baustelle vor dem Werdohler VDM-Werk aufs Tempo gedrückt: „Um die Verkehrslage in Werdohl zu entspannen, wird die Baustelle am VDM-Kreisel im Zuge der B229 soweit fertig gestellt, dass dieser verkehrssicher befahrbar ist“, teilte Julia Ollertz, Sprecherin des Landesbetriebes, am Donnerstag mit. Die Arbeiten dafür sollen bereits am Freitagnachmittag (23. Juli) abgeschlossen sein, so dass der Kreisel aus allen Richtungen ohne Baustellampel nutzbar ist.

Mitarbeiter des mit den Bauarbeiten beauftragten Bauunternehmens Ossenberg haben deshalb am Donnerstag noch einmal kräftig Gas gegeben, um die Anbindung der Neuenrader Straße zumindest so weit herzustellen, dass der Kreisverkehr wie vorgesehen genutzt werden kann. Die Anbindungen der Lüdenscheider Straße, der Plettenberger Straße und des VDM-Werkes waren schon seit einigen Wochen nutzbar.

Wann der letzte Bauabschnitt des VDM-Kreisels, dessen Kosten mit rund 1,9 Millionen Euro kalkuliert sind, durchgeführt wird, ist derzeit noch offen. Diese Arbeiten sollten nach Darstellung des Landesbetriebs unter Vollsperrung durchgeführt werden, allerdings müsste dafür die Höllmecke als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen. Die endgültige Fertigstellung des Kreisel und die Wiederherstellung der Höllmecke stehen also in einem unmittelbaren Zusammenhang.

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