Wichtige Fragen warten auf Antworten

Rudolf Völker. Er gab den Mitgliedsvereinen des Stadtsportverbandes wichtige Denkanstöße.

WERDOHL ▪ „Mit Verantwortung und Zusammenarbeit in die Zukunft“ – so hatte Rudolf Völker, der Vorsitzende des Werdohler Stadtsportverbandes, seinen Bericht überschrieben, den er am Donnerstagabend im Rahmen der jährlichen Delegiertenversammlung im Haus Werdohl abgegeben hat.

Die hiesigen Sportvereine seien nicht – wie kommerzielle Anbieter – reine Wirtschaftsunternehmen und damit auf Gewinne mit entsprechenden Jahresbeiträgen ausgerichtet. Sie seien ausnahmslos am Gemeinwohl orientiert. Das allerdings reiche nicht, um auch automatisch für die Zukunft gerüstet zu sein.

Die Organisationsform Verein, so rief Völker in Erinnerung, habe bislang viele Veränderungen in der Gesellschaft überlebt und werde gewiss noch viele weitere Veränderungen über sich ergehen lassen müssen. Um jedoch fit für die Zukunft zu sein, müssen Antworten auf wichtige Fragen gefunden werden. Das betreffe die Mitgliederentwicklung und Mitarbeit im Verein ebenso, wie die strategische Ausrichtung des Vereins.

Ganz gewiss müssten in diesem Zusammenhang aber auch die bisherigen Beitragsstrukturen überdacht werden. Völker bezeichnete es als „wahrscheinlich“, dass man künftig auch hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigen müsse, denn „nur mit dem Ehrenamt wird das Geschäft Verein immer schwerer“.

Im weiteren Verlauf seines Berichtes bemängelte Rudolf Völker auch die geringe Beteiligung an Sitzungen auf Kreisebene. Es könne nicht sein, dass von 22 Mitgliedsvereinen des Stadtsportverbandes gerade nur einer an der Hauptversammlung des Kreissportbundes anwesend sei. Um so schmerzlicher ist dieses Desinteresse, als es darum ging, dass ab 2011 jeder Verein 30 Cent pro Mitglied an den Kreissportbund abführen soll.

Zwar sei diese Sitzung letztlich vertagt worden, „da einige Unklarheiten bestanden“, doch am 13. Juli stehe dieses Thema in Dröschede erneut auf der Tagesordnung.

Abgesehen von diesen kritischen Anmerkungen lobte der Vorsitzende des Stadtsportverbandes die gute Breitenarbeit in den Mitgliedsvereinen, bedankte sich bei allen Funktionsträgern und hob hervor, dass ohne die „hervorragende Unterstützung der Vereine“, der Radio MK-Lauf problematisch gewesen wäre – was den Ablauf betrifft. Großes Engagement bescheinigte Völker dem TuS Versetal und der FSV im Zusammenhang mit dem Bau der Kunstrasenplätze.

Kritik an die Adresse der Stadt richtete Völker im Zusammenhang mit der Sanierung des Sporthallen-Dachs auf dem Riesei. Durch die ständigen Fertigstellungs-Verzögerungen sei die HSV Werdohl/Versetal in jeder nur denkbaren Hinsicht hart getroffen worden.

„Vielleicht“, so der Vorsitzende, „lernen die dafür Verantwortlichen aus diesem Horrorszenario, mit Dachsanierungen nicht im Spätherbst zu beginnen.“

Rainer Kanbach

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