Wettbewerb für Existenzgründer

Einer von vielen Leerständen: Früher war hier viele Jahre Zeitschriften Tebrün, die Nachfolgerin hat nicht lange durchgehalten, seitdem steht das Ladenlokal leer. -  Foto: Domke

WERDOHL -   Etwa 18 Ladenlokale in der Werdohler Innenstadt stehen leer. Diesem Zustand wollen die Mitglieder des Arbeitsgruppe Leerstandsmanagement, bestehend aus Vertretern des City- und Stadtumbaumanagements, der Stadt und der Marketinggesellschaft schon seit längerer Zeit ändern. Im vergangenen Sommer präsentierte die Gruppe erste Bausteine für ein aktives Leerstandsmanagement in der Stadt an Lenne und Verse. Am kommenden Donnerstag soll es nun im Rathaus ein Experten-Treffen zum damals angekündigten Existenzgründerwettbewerb geben.

Im Rahmen dieses Wettbewerbes sollen Existenzgründer individuell beraten werden und die Möglichkeit erhalten, für einen bestimmten Zeitraum mietgünstig oder sogar mietfrei in einem Ladenlokal ihre Ideen zu entwickeln, wie aus dem im Sommer präsentierten Papier hervorgeht.

Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, des Einzelhandelverbandes Südwestfalen, der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis, der Handwerkskammer Südwestfalen, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer sowie der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW werden die Vertreter des Arbeitskreises nach Angaben von Stadtplaner Stefan Groß dann im Werdohler Rathaus beraten.

„Wir wollen das gesamte Know-How aus dem Märkischen Kreis bündeln, um den Wettbewerb bei uns durchzuführen“, so Stefan Groß.

Nach dem Treffen und der Ausarbeitung eines Konzeptes sollen bis zum Sommer sowohl potentielle Existenzgründer, als auch Immobilien -Eigentümer für den Existenzgründerwettbewerb begeistert werden. Dieser sei eine von mehreren Maßnahmen, die nun bewegt werden sollen, so Thomas Schroeder, Leiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement im Werdohler Rathaus. Der Verwaltungsmitarbeiter hofft auf „einen Ansatz mit Signalwirkung.“ „Wir suchen Lösungen, die für Werdohl maßgeschneidert sind, um das hiesige Leerstandsproblem zu lösen.“ Ein Patentrezept gebe es nicht. Schließlich sei das Problem der zahlreichen leerstehenden Innenstadt-Immobilien kein spezifisches Werdohler Problem. Viele Kleinstädte hätten damit zu kämpfen.

Auch die im Sommer angekündigte Gewerbeflächenbörse sei mittlerweile Online und über die städtische Homepage verlinkt. Und Groß kündigt weitere Neuigkeiten an: Nach der Ausstellung, die Heinz-Werner Turk zum 150. Geburtstag der Kreis Kreis-Altenaer-Eisenbahn in den Schaufenstern einiger Leerstände initiiert hat, soll es im Frühjahr, Sommer und Herbst dieses Jahres weitere Aktionen von engagierten Werdohler Bürgern in den nicht genutzten Geschäften geben.

Von Ute Heinze

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