Werkstattgespräch: FDP setzt auf Integration

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Zum Werkstattgespräch hatte die FDP gestern zum Wahlkampfbesuch ihres Bundestagskandidaten Michael Schulte und der Landtagsabgeordneten Dr. Joachim Stamp und Angela Freimuth ins Bahnhofscafé eingeladen.

WERDOHL - Auf das Thema Integration setzte Donnerstagmorgen die FDP ihren Schwerpunkt bei ihrem Werkstattgespräch. Im Bahnhofscafé der Bäckerei Grote begrüßte der Ortsvorsitzende Jürgen Neumann dazu den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP im Landtag, Dr. Joachim Stamp, sowie die heimische Abgeordnete Angela Freimuth und Bundestagskandidat Michael Schulte.

Unterschiedlichen Themen wolle man sich bei den Besuchen in den verschiedenen Kommunen widmen, berichtete die Kreistagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführerin Martina Stenger. In Plettenberg und Iserlohn sei zuvor das Thema Energie ein Gesprächsschwerpunkt gewesen. In Werdohl beschäftigte sich die politische Runde im Bahnhofscafé gestern mit dem Thema Integration. Interfraktionell werde auf diesem Gebiet zusammengearbeitet, berichtete Joachim Stamp.

Seine Partei wolle die Landesregierung aber auch kritisch begleiten. Sinnvoller wäre es aus Stamps Sicht gewesen, die kommunale Integrationsarbeit zu stärken, statt Integrationszentren für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzurichten. Wichtig sei es aus seiner Sicht, flexibel auf spezifische Situationen vor Ort eingehen zu können.

Über die Integrationsarbeit in Werdohl informierte auf Einladung der Liberalen die Leiterin des Jugendamtes Sybille Dworschak stellvertretend für Fachbereichsleiter Bodo Schmidt. „Wir haben einen Riesenbedarf an Sprachförderung,“ sagte sie. In Bezug auf die Intensität der Arbeit liege Werdohl aber auch ganz vorne, lobte Dworschak. Hier sei die Stadt Werdohl anderen Kommunen sogar voraus. Für eine intensive Förderung der Kommunikation sei grundsätzlich eine höhere Erzieherinnendichte wünschenswert, meinte Dworschak. In Bezug auf die sprachliche Förderung werde die Arbeit oftmals durch strenge gesetzliche Vorgaben erschwert, berichtete sie.

Bedauerlich sei, dass Sprachförderung zwar durch Tests festgestellt würde, Abschlusstestungen aber nicht durchgeführt würden. Stefan Sensenschmidt, Schatzmeister des Ortsvereins und Mitglied des Schulausschusses, nannte Bildung und Sprache als zwei wesentliche Faktoren, die gefördert werden müssten. Auch er lobte die kommunale Integrationsarbeit, die bereits positive Auswirkungen zeige. Man habe in Werdohl die Probleme erkannt und gebannt, weil man genaue Zielvorstellungen entwickelt habe.

Dass das Werdohler Integrationsprojekt mit der Einrichtung des Kreis-Integrationszentrums ausläuft, ist aus Dworschaks Sicht bedauerlich, „wir sind aber froh, dass dieses Projekt Anschluss gefunden hat“, sagte sie. „Ich hätte es lieber nah dran gehabt.“ Für mehr Flexibilität der Städte wolle sich auch die FDP einsetzen, versprach Jochim Stamp. - Von Simone Benninghaus

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