Werkstattfest: Die richtige Entscheidung für draußen

Kinderschminken hat auch nach unzähligen Jahren als fester Bestandteil von Sommerfesten aller Art nichts an Attraktivität eingebüßt. Hier lässt sich ein Mädchen phantasievoll beim Werkstattfest am Kettling verwandeln.

WERDOHL ▪ Gemütlich schlendern die Leute über das Gelände der Märkischen Werkstätten in Werdohl. Andere sitzen auf den Bierzeltgarnituren und essen zu Mittag. Leise Dixieland-Musik untermalt die Szenerie. Wie ein großer Trödelmarkt wirkt das Gelände, welches in der heißen Mittagssonne kaum Schatten bietet.

Armin Haase, Werkstattleiter, blickt am Samstag zurück: „Heute Morgen hat es noch geregnet.“ Kurzfristig hätte er überlegt, das jährliche Werkstattfest noch nach drinnen zu verlegen. Entschieden hat er sich letztlich richtig für draußen.

132 Menschen mit Behinderungen finden hier an der Gildestraße Arbeit. Die Einnahmen des Werkstattfestes fließen in die neun bis 15 Personen starken Gruppen, die von dem Geld einen Ausflug machen können. Ob es in den Zoo geht, ob ein Ausflug zum Bauernhof stattfindet oder ob die Bewohner einfach mal schick essen gehen – das entscheiden sie selbst und auch die Höhe der Einnahmen spiele dabei eine Rolle, erklärt Haase.

Neu ist in diesem Jahr beim Werkstattfest die Gelegenheit, mit einem von zwei Ponys über das gesamte Gelände zu reiten. Das kommt gut an. Und auch insgesamt ist der Andrang beim Fest gewohnt groß. „Allerdings“, Einrichtungsleiter Haase bllickt über das Gelände, „es herrscht ein Kommen und Gehen. Vermutlich“, überlegt er, „ist an diesem Wochenende in Werdohl einfach zu viel los. Ich habe jedenfalls den Eindruck, die Menschen bleiben nicht so lange wie in den Vorjahren.“

Vergleiche gibt es dabei genug: Das Werkstattfest fand zum 41. Male statt. Neu ist indes der Nachbar der Werkstätten, die Veranstaltungshallte Cici Saray. Haase ist sehr gut auf Cici zu sprechen: „Er hat uns sein Gelände zur Verfügung gestellt, damit dort heute unsere Besucher parken können. Und die kommende Weihnachtsfeier dürfen wir in seiner Veranstaltungshalle durchführen. Da haben wir dann endlich mal richtig viel Platz.“

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