Frisch ausgeliefert

Werdohls neuestes Feuerwehrfahrzeug hat Kindersitze

Im strömenden Regen begutachteten Kinder und Eltern am Freitag den frisch ausgelieferten Kleinbus der Werdohler Kinderfeuerwehr.
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Im strömenden Regen begutachteten Kinder und Eltern am Freitag den frisch ausgelieferten Kleinbus der Werdohler Kinderfeuerwehr.

Die Werdohler Feuerwehr hat ein neues Fahrzeug erhalten. Allerdings ist daran fast alles anders als an den üblichen Gefährten der Brandbekämpfer. Es ist aber auch für eine spezielle Einheit der Feuerwehr bestimmt.

Werdohl ‒„Ich bin stolz wie Bolle auf Euch“, rief Bürgermeister Andreas Späinghaus den zahlreichen Mädchen und Jungen der Werdohler Kinderfeuerwehr am Freitagnachmittag zu. Zu sehen war zwar keines der Kinder, weil sie in den Autos ihrer Eltern Zuflucht vor dem strömenden Regen gesucht hatte. Aber sie – oder besser: ihre Väter und Mütter – machten sich akustisch bemerkbar, indem sie auch die Hupen ihrer Fahrzeuge drückten, um so das Stadtoberhaupt zu grüßen.

Auf dem Parkplatz am Riesei, neben dem ehemaligen Hallenbad, erhielt die Kinderfeuerwehr „auf den Tag genau ein halbes Jahr nach ihrer Gründung“, wie Späinghaus betonte, ihr erstes eigenes Fahrzeug. Der Wagen war von Kinderfeuerwehr-Betreuerin Christina Sabanci-Henkes am selben Tag erst bei der Firma Pütting in Rees am Niederrhein geholt worden.

Sonderanfertigung kostet 46.000 Euro

Sieben Kindersitze und zwei Plätze für Betreuer finden sich in dem Kleinbus, welcher für knapp 46.000 Euro von der Firma für Fahrzeug-Sonderbau eigens angefertigt wurde. „Darüber hinaus ist alles auf Kinder abgestimmt“, erläutert Kinderfeuerwehr-Leiter Alexander Butzelar. „So sind die Nothämmer extra tief angebracht, damit auch die Kleinen gut daran kommen.“ Kinder-Notwesten liegen parat für den Fall eines Unfalls. Und der Wagen ist rundherum mit Reflektoren ausgestattet. „Die leuchten im Dunkeln“, verrät Butzelar. Schließlich bietet der Kofferraum einen besonders großen Stauraum.

Erste Ausfahrt muss noch warten

Wäre nicht gerade Corona-Zeit, könnte es nun losgehen. Kinderfeuerwehr-Chef Butzelar sagt: „Mit dem Wagen wollen wir Ausflüge machen, beispielsweise zur Leitstelle in Lüdenscheid.“ Außerdem ist das Auto gedacht für Versorgungs- und Übungsfahrten.

Die Mädchen und Jungen freuen sich darauf. Das war ihnen deutlich anzusehen, als sie zum Schluss – bevor es wieder nach Hause ging – mit ihren Eltern an dem neuen Wagen vorbei fuhren und wenigstens durch die offenen Türen einen Blick ins Innere des Kleinbusses werfen durften: strahlende Gesichter und nach oben gereckte Daumen allüberall.

Die Investition in die noch recht neue Werdohler Kinderfeuerwehr wurde übrigens zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

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