Birgit Schmid ist seit 30 Jahren schmerzfrei

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Birgit Schmid war vor 30 Jahren eine der ersten Patientinnen von Dr. Arnd Stein und wurde erstmals durch seine Kassette von ihren Kopfschmerzen befreit. Obwohl sie nicht daran glaubte, kann sie sich kein Leben mehr ohne die CDs vorstellen.

Werdohl - „Als ich 23 Jahre alt war, hat mir mein Arzt noch ein halbes Jahr gegeben“, sagt die heute 70-jährige Birgit Schmidt. Die Dosis an Medikamenten, die ihre starken Kopfschmerzen lindern konnte, hätte ihr Körper nicht mehr lange ertragen. Dann kam sie für mehrere Monate zu Dr. Georg Schütze in die Schmerzambulanz Werdohl. Nachdem auch dort keine Medikamente halfen, gab er ihr Kopfhörer und eine Kassette vom Psychologen Dr. Arnd Stein – und die Schmerz

Ein Leben ohne die Entspannungsmethode von Stein kann sich die Werdohlerin nicht mehr vorstellen. Seit mehr als 30 Jahren behandelt sie damit ihre Kopfschmerzen, obwohl sie der Tiefensuggestion anfangs nicht traute. Schmidt ist sich sicher: „Ohne die CDs wäre ich nicht so alt geworden.“

Im SV vom Experiment gelesen

Als sie im SV über das Kopfschmerz-Experiment las, fühlte sie sich sofort 30 Jahre zurückversetzt. Auch ihr konnte damals kein Arzt helfen. Ihre Schmerzen bei einer Migräneattacke sind „grausam“ – sie kann kaum noch laufen und krümmt sich vor Schmerzen. „Nur wer mich mal während einer Attacke gesehen hat, glaubt mir“, erzählt Schmidt.

Schon mit vier Jahren hatte sie Kopfschmerzen, aber keiner konnte ihr sagen warum. Schmidt musste ihren Job aufgeben, kam nur mit sehr starken Medikamenten zurecht. Ihr Arzt sagte ihr, dass sie von dieser Dosis an Schmerzmitteln abhängig würde und nicht länger als ein halbes Jahr überleben könne. Es musste also etwas passieren.

„Als ich vor 30 Jahren in der Schmerzambulanz war, hat mich Dr. Schütze mehr oder weniger überlistet. Er sagte, er habe da so eine Kassette, steckte mir Kopfhörer in die Ohren, schloss die Jalousien und wollte, dass ich sie mir mal anhöre. Als er mich eine Stunde später fragte, wie es war, konnte ich ihm gar nicht antworten“, sagt Schmidt. „Und ich kann bis heute nicht sagen, was auf den CDs drauf ist, weil ich direkt einschlafe und erst aufwache, wenn die Stimme auf der CD mich zurückholt.“

Als sie aus der Schmerzambulanz wieder nach Hause kam, konnte sie nicht glauben, dass ihre Schmerzen mit einer psychologischen Methode besser wurden. Es vergingen einige Wochen, bis sie es sich eingestehen konnte und sich noch mal bei Dr. Schütze meldete. Er übergab sie an den Psychologen Dr. Arnd Stein, der die Kassette „Den Schmerz besiegen“ zu dem Zeitpunkt noch testete.

Schmidt eine der ersten Testpersonen

ersten Testpersonen Birgit Schmidt gehörte zu den ersten Testpersonen, noch bevor die Methode überhaupt veröffentlicht wurde. Erst die CD half ihr und brachte ihre Lebensqualität zurück. „Es klingt absurd, aber es ist doch wahr“, sagt sie.

Wenn die 69-Jährige merkt, dass sich wieder eine Attacke ankündigt, legt sie sich auf die Couch und hört eine der CDs aus ihrer Sammlung von Dr. Stein. Mittlerweile hat sie fast alle, die herausgebracht wurden. „Ich schlafe sofort ein und wenn ich aufwache, habe ich keine Schmerzen mehr“, sagt sie.

Ihr Appell an die SV-Probanden: „Es wäre ein Riesenfehler aufzuhören.“ Bei Menschen, die nicht an die Wirkung glauben, würde diese erst später eintreten, aber sie komme. Es sei wichtig, sich darauf einzulassen. Jedem, der von Schmerz geplagt ist, könne sie diese Methode nur empfehlen.

Auch ihr Ehemann Wolfgang war zunächst skeptisch. Er wandelte im Schlaf und verletzte sich dabei sogar, als er träumte, er sei eine Rakete und vom Bett sprang. „Aber wenn ich die CD höre, schlafe ich ruhiger“, sagt er.

Dr. Stein erklärt dazu, dass die Tiefensuggestion bei jedem unterschiedlich wirkt. Bei manchen enorm, bei anderen auch gar nicht. Grundvoraussetzung sei aber immer, dass sich die Patienten darauf einlassen und lernen sich zu entspannen.

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