Auf 350 Metern ist Tempo 100 erlaubt

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Nach Ansicht von Jürgen Henke wäre dieser Unfall zu verhindern gewesen.

Werdohl - „Diese Geschwindigkeitsregelung ist unmöglich“, meint SPD-Ratsherr Jürgen Henke. Die Fraktion der SPD hat im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung einen Antrag gestellt, die erlaubte Geschwindigkeit auf einem Teilstück der B 229 von 100 auf 50 Stundenkilometer zu begrenzen.

Henke meint, dass es vielen Autofahrern gar nicht bewusst sei, dass die Geschwindigkeitsregelung auf der B 229 uneinheitlich ist. Auf einem Stück von etwa 350 Metern zwischen der Hitzblech- und der Rothenohl-Kurve darf tatsächlich 100 km/h schnell gefahren werden. Überall sonst auf der zwölf Kilometer langen Bundesstraße liegt die erlaubte Geschwindigkeit entweder bei 50 km/h oder bei 70 km/h.

Gerade dieser Streckenabschnitt sei besonders gefährlich, meint die SPD. Hier befinden sich die Einmündung der Landstraße nach Herscheid, zwei gegenüberliegende Bushaltestellen der MVG und die Einfahrt zum Sportplatz Altenmühle. Das sei Grund genug, hier besonders vorsichtig zu fahren.

Henke berichtet, dass sich vor etwa zwei Jahren Bürger über diesen Zustand beschwert hätten. Kurz zuvor war eine Frau von einem Pkw-Fahrer beim Überqueren der Fahrbahn tödlich verletzt worden. Das damalige Unglück habe die Werdohler Verwaltung zum Anlass genommen, Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Im Ergebnis, so Henke, habe die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den meisten Fahrzeugführern unter 70 km/h gelegen. Es habe aber auch einige Ausreißer nach oben gegeben. Eine Änderung der Geschwindigkeitsregelung gab es damals nicht.

„Ich halte das für fatal und falsch“, so Jürgen Henke, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. „Wenn die überwiegende Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer zwischen 50 und 70 km/h auf diesem Streckenabschnitt tatsächlich auch fährt, dann sollte man dies auch so sanktionieren. Möglicherweise wäre der kürzlich so folgenschwere Motorradunfall an dieser Stelle zu verhindern gewesen.“

Und weiter: „Uns geht es einzig und allein um die Sicherheit der dortigen Anwohner. Von daher fordern wir die Verwaltung in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW auf, die Geschwindigkeit auf diesem kurzen Teilstück auf 50 km/h zu begrenzen. Hierdurch werden unnötige Überholmanöver und kurzfristige Geschwindigkeitserhöhungen unterbunden.“

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