Werdohler Weihnachtsmarkt wird zum Flop

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Das war dann doch zu viel des Guten: Die heftigen Schneefälle am Sonntag schadeten dem Weihnachtsmarkt mehr als sie ihm nützten.

Werdohl - Endlich wieder Schnee beim Weihnachtsmarkt! Was anfangs Grund zur Freude war, gelangte dem Werdohler Weihnachtsmarkt am Ende eher zum Nachteil. Angesichts der winterlichen Bedingungen blieben die Besucher der Veranstaltung eher fern.

 „Oh wie schön: Durch den Schnee wird das richtig weihnachtlich“, jubilierte eine junge Frau. Ihr kleiner Sohn betrachtete derweil den Nikolaus, der sich zu ihm herunter beugte und ihm Schokolade aus seinem Präsente-Sack anbot, doch noch etwas skeptisch. 

Allerdings waren die Mutter und ihr Sprössling auf dem Platz Zur Alten Post vor der Stadtbücherei auch schon die einzigen Weihnachtsmarkt-Gäste. Gähnende Leere herrschte auf dem Gelände, welchem die Werdohler auch schon beim jüngsten Bauernmarkt ferngeblieben waren. Das Karussell für kleine Markt-Besucher drehte über Stunden hinweg kaum eine Runde.

Erst im Dunkeln schauen ein paar Gäste vorbei

Der Weihnachtsmarkt-Samstag lief auch schon in den vorigen Jahren stets gemächlich an. Zur Kaffeezeit am Nachmittag waren dann stets vermehrt Besucher ins Hüttendorf gekommen. Dieser Effekt blieb am diesjährigen zweiten Adventswochenende jedoch auch aus. Am unattraktiven Standort konnte auch die weiße Schneepracht ganz offensichtlich nichts ändern.

Weihnachtsmarkt und Kunsthandwerkermarkt in Werdohl

Zu kalt war es jedenfalls nicht. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt und waren somit im Vergleich zum Freitag wieder gestiegen. Womöglich aber waren etliche Werdohler zwei Wochen zuvor in Altenmühle gewesen. Dort hatten die Versetaler Vereine gezeigt, wie ein gemütlicher und ansprechender Weihnachtsmarkt aussehen kann – mit einem alles überragenden, vor Lichterketten funkelnden Christbaum sowie etlichen brennenden Feuern, die einerseits Atmosphäre schufen und andererseits zum Aufwärmen einluden.

Bei einbrechender Dunkelheit kamen dann am Samstag mehr Besucher zum Weihnachtsmarkt. Nach 17 Uhr war das Hüttendorf richtig voll. Das blieb aber keineswegs lange so. Bereits drei Stunden später hatten sich die Reihen aber schon wieder deutlich gelichtet.

Händler sind mehr als unzufrieden

Am Sonntag setzte mit Beginn des zweiten Weihnachtsmarkt-Tages kräftiger Schneefall ein. Kontinuierlich fielen die weißen Flocken bis in die Niederungen Werdohls. Das hielt wohl noch mehr potenzielle Besucher davon ab, in die Innenstadt zu kommen. Das Bild, welches der Platz Zur Alten Post dem Betrachter bot, wurde immer trauriger.

„So ein Mist“, fluchte ein Händler, der eigentlich gebrannte Mandeln und andere Leckereien verkaufen wollte, am Sonntagnachmittag dann auch frei von der Leber weg. Es lagen zehn Zentimeter Neuschnee und es rieselte unablässlich weiter hinab. „Bei dem Wetter kommt doch keiner“, grummelte der Süßigkeiten-Verkäufer. „Das kann ich doch gleich alles wegschmeißen “, sagte er und zeigte missmutig auf seine kalorienreiche Auslage.

Irgendwie schade, dass unter dem Bilderbuch-Weihnachtswetter ausgerechnet der Weihnachtsmarkt so sehr zu leiden hatte.

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