Werdohler Wehr im Dauereinsatz: Kampf gegen Regenmassen und ein Feuer

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Am Kettling war während des Unwetters am Dienstag durch die Regenmassen ein Hang unterhalb eines Hauses ins Rutschen gekommen.

Werdohl - Rund fünfeinhalb Stunden war die Feuerwehr am Dienstag im Einsatz, um Unwetterschäden zu beseitigen. Nach einer kurzen Pause folgte dann noch ein Löscheinsatz.

Zwischen 15.45 und 21.30 Uhr musste die Feuerwehr zwölf Unwettereinsätze absolvieren. Dazu gehörte schon ziemlich früh ein Einsatz an der Rettungswache: dort drohte das Wasser die Räume zu fluten. Die Feuerwehr half mit Sandsäcken, die aus Lüdenscheid herbei geschafft worden waren, und einer Tauchpumpe. 

Eindringendes Wasser war auch der Grund für einen Einsatz am Getränkemarkt in Pungelscheid. Dort lief das Regenwasser von der Wallgrabenstraße über den Parkplatz ins Getränkelager. Die Feuerwehr sorgte mit einer Tauchpumpe und einem Nass-Sauger für Abhilfe. 

Wohnhaus drohte abzurutschen

Brisant wurde es am Kettling, wo die Wassermassen einen Hang unterhalb eines Wohnhauses weggespült hatten. Die Bewohner befürchteten ein Abrutschen des ganzen Hauses. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks Altena und eines Experten aus Dortmund konnte die Situation bereinigt werden. „Wenn es weiter geregnet hätte, hätten wir dort 800 Sandsäcke aufstapeln müssen“, war Feuerwehr-Chef Kai Tebrün froh, dass der Niederschlag später nachließ. 

Weitere Einsätze hatte die Feuerwehr unter anderem auf der Derwentsider Straße, wo sich Regenwasser im „Trog“ staute, an der Bahnhofstraße, wo Wasser ins Erdgeschoss eines Hauses eingedrungen war und auf der Gildestraße, wo eine Ölspur beseitigt werden musste. Die reichte übrigens bis Neuenrade; auf den Bundesstraßen übernahm die Reinigung aber ein Spezialunternehmen. 

Brand bei Georg Fischer

Nach dem Unwettereinsatz wurde die Feuerwehr dann kurz vor Mitternacht zu einem Brand in der Firma Georg Fischer gerufen. „Dort waren Rückstände an einem Gitter der Belüftungsanlage in Brand geraten“, berichtete Stadtbrandinspektor Tebrün. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer mit Kohlenstoffdioxid. „Dadurch konnten wir eine größere Verunreinigung der Anlage verhindern“, erklärte Tebrün. Der Schaden durch das Feuer sei eher gering, vermutete er.

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