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Firma Vossloh: Rekordwerte trotz Corona und Engpässen

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Von: Volker Griese

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Stammsitz der Vossloh AG in Werdohl: Das Unternehmen konnte in der Hauptversammlung eine gute Bilanz des Geschäftsjahres 2021 ziehen.
Stammsitz der Vossloh AG in Werdohl: Das Unternehmen konnte in der Hauptversammlung eine gute Bilanz des Geschäftsjahres 2021 ziehen. © Griese, Volker

Rekordwerte habe die Werdohler Vossloh AG im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnen können. Wirtschaftlich lief es demnach so gut, dass den Aktionären auch wieder eine Dividende gezahlt werden könne.

Werdohl - Die Werdohler Vossloh AG zahlt ihren Aktionären erneut eine Dividende. Das war einer der Beschlüsse, die die Hauptversammlung des Bahntechnikkonzerns am Mittwoch gefasst hat. Die Versammlung, in der der Vorstandsvorsitzende Oliver Schuster das Geschäftsjahr 2021 noch einmal Revue passieren ließ, fand in Düsseldorf statt, die Aktionäre konnten virtuell teilnehmen.

Schuster hob auch wichtige Meilensteine hervor. Dazu zählten unter anderem die Platzierung einer nachhaltigkeitsorientierten Hybridanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 150 Millionen Euro, die Übernahme des niederländischen Unternehmens ETS Spoor, die den Zugang zum Markt im westlichen Nachbarland verbessert, der Gewinn mehrerer Rahmenverträge mit einem Volumen von weit mehr als 200 Millionen Euro und nicht zuletzt die Fertigstellung und Inbetriebnahme der als „Fabrik der Zukunft“ titulierten hochmodernen Produktionsstätte für Schienenbefestigungssysteme am Stammsitz des Unternehmens in Werdohl.

Im Geschäftsjahr 2021 sei es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, Beeinträchtigungen in der globalen Lieferkette sowie steigenden Energie- und Materialpreisen erneut gelungen, den eingeschlagenen Kurs zu nachhaltigem und profitablem Wachstum fortzusetzen und die Position im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken, resümierte Oliver Schuster und verwies auf die Zuwächse bei den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

„Die schienengebundene Mobilität ist für Wirtschaft und Gesellschaften von elementarer Bedeutung. Mit unserem einzigartigen Fokus auf den Fahrweg Schiene tragen wir maßgeblich zum Funktionieren dieses Verkehrsträgers bei“, sagte Schuster und ergänzte mit Blick nach vorne: „Unser umfassendes Verständnis des Fahrwegs Schiene in seiner systemischen Gesamtheit, kombiniert mit unserer stetig wachsenden digitalen Kompetenz, wird uns die Differenzierung und damit den wirtschaftlichen Erfolg in einem hart umkämpften globalen Markt ermöglichen.“ Kunden aus aller Welt schätzten Vosslohs umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie das tiefgreifende Know-how auf diesem Gebiet, was sich in einer spürbar gestiegenen Nachfrage niederschlage.

„Wir sind überaus erfolgreich in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Ein Indikator dafür ist die Auftragslage im ersten Quartal 2022. Wir erreichten sowohl beim Auftragseingang als auch beim Auftragsbestand Rekordwerte. Ein weiterer Grund für einen zuversichtlichen Blick nach vorne“, erläuterte Dr. Thomas Triska, Finanzvorstand der Vossloh AG.

Bei der Hauptversammlung waren nach Angaben des Unternehmens 73,84 Prozent des Grundkapitals vertreten. Die Aktionäre stimmten allen von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Beschlüssen mit einer überwältigenden Mehrheit zu. Dazu gehörte auch der Vorschlag, wie schon im vergangenen Jahr eine Dividende in Höhe von 1 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. 2020 hatten Vorstand und Aufsichtsrat noch eine Aussetzung der Dividenzahlung vorgeschlagen.

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