Werdohler verurteilt

Ohne Führerschein, aber mit Drogencocktail im Auto unterwegs

Zu einer Bewährungsstrafe wurde ein Werdohler jetzt vor dem Amtsgericht in Altena verurteilt.
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Zu einer Bewährungsstrafe wurde ein Werdohler jetzt vor dem Amtsgericht in Altena verurteilt.

Auch von einer Begegnung mit der Polizei ließ sich ein 38-jähriger Werdohler am 9. November 2019 nicht beeindrucken: Ohne Führerschein und Fahrerlaubnis setzte er sich in Ütterlingsen erneut ans Steuer seines Autos, Die Polizei erwischte ihn auch bei dieser Fahrt.

In dem Fahrzeug fanden die Beamten bei dieser Begegnung auch noch eine bunte Mischung aus Ecstasy-Pillen, Amphetamin, Marihuana und 30 Trips einer bewusstseinsverändernden Droge, die nicht mehr so häufig in Anklageschriften auftaucht: Lysergsäurediamid, kurz LSD. Auch die Chemikalie MDMA in kristalliner Form, ein Amphetaminderivat und Hauptbestandteil von Ecstasy-Tabletten, befand sich mit im Auto.

Im Blut des Werdohlers wurden der Cannabis-Wirkstoff THC und Amphetamin nachgewiesen. Im Amtsgericht Altena musste er sich wegen zweifachen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Drogenbesitzes verantworten. Verteidiger Andreas Trode erklärte, dass sich alles genau so zugetragen habe, wie es die Anklageschrift seinem Mandanten vorwarf. Der Drogencocktail im Auto war Anlass für die Nachfrage, ob der Angeklagte „ein Drogenproblem“ habe. „Eigentlich ja“, versicherte dieser. Andererseits nehme er Drogen „nicht täglich“, sondern nur „alle paar Tage“. „Ich hatte nie Probleme auf der Arbeit.“ Ans Steuer habe er sich nur für kurze Strecken gesetzt – um zur Tankstelle zu fahren und später noch umzuparken.

Geldstrafe keine Option mehr

Weil der Angeklagte mehrfach wegen der beiden angeklagten Delikte vorbestraft war, kam eine Geldstrafe nicht mehr in Betracht. Richter Dirk Reckschmidt verurteilte den Werdohler zu einer Haftstrafe von fünf Monaten. Als Bewährungsauflage muss er 40 Sozialstunden ableisten.

Die Straßenverkehrsbehörde darf ihm vor Ablauf eines weiteren Jahres keine neue Fahrerlaubnis ausstellen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der 38-Jährige sein Drogenproblem angehen müsse. Der Richter verzichtete aber darauf, den Kontakt zur Drogenberatung als verbindliche Auflage in das Urteil aufzunehmen: „Das muss von Ihnen selber kommen!“

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