Werdohler veröffentlicht Hakenkreuze und Kopfbild von Hitler bei Facebook

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Werdohl/Altena - Geschwätz über den angeblich großartigen weißen Mann und Faseleien über einen Kerl, der sich angeblich dem Finanzjudentum entgegenstellte, garnierte ein 30-jähriger Industriemechaniker aus Werdohl mit Hakenkreuzen und einem Kopfbild von Adolf Hitler.

Sein Machwerk stellte er über das soziale Netzwerk Facebook anderen Nutzern zur Verfügung, unter die sich im Sommer 2017 auch Kriminalbeamte mengten. 

Die Folge war ein Strafverfahren im Amtsgericht Altena, wo sich der junge Mann sehr bedeckt hielt. „Mein Mandant hat mit dieser rechtsradikalen Szene gar nichts zu tun“, versicherte Rechtsanwalt Ralph Giebeler und wusste damit erheblich mehr, als alle Betrachter dieser Internetseite hätten ahnen können. 

Überzeugung oder einfach nur Dummheit?

Der Angeklagte distanzierte sich nicht von seinem Machwerk. Er machte allerdings auch nicht den Eindruck eines strammen Rechtsradikalen, und so war nicht ganz auszuschließen, dass er einfach nur grobe Dummheiten hatte machen wollen – warum auch immer. 

Da das Strafgesetzbuch die Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen aber gar nicht lustig findet, gab es eine Einstellung des Verfahrens nur gegen eine schmerzhafte Geldauflage: 2000 Euro muss der Angeklagte zahlen. 

Dann wird sich nach der Tilgung des von ihm Veröffentlichten endgültig auch der Aktendeckel über der Geschichte schließen.

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