Werdohler vergisst Gerichtstermin: Räuberische Erpressung nicht verhandelt

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Werdohl/Altena - Ein Vorsitzender Richter, zwei Schöffen, eine Staatsanwältin, ein Verteidiger und zwei Vertreterinnen der Jugendgerichtshilfe versammelten sich am Donnerstag im Amtsgericht Altena, um ohne Ergebnis wieder auseinanderzulaufen.

Beide Angeklagten, die sich eigentlich wegen einer räuberischen Erpressung in Werdohl vor dem Jugendschöffengericht verantworten sollten, zogen es vor, an diesem Tag nicht im Amtsgericht zu erscheinen. 

Rechtsanwalt Andreas Klose erreichte einen von ihnen über das Festnetz zuhause. Er habe den Termin vergessen, fasste später das Protokoll die Säumnis des jungen Mannes zusammen. Der zweite Angeklagte war noch gründlicher verschwunden. Übrigens interessierte sich auch der Hauptbelastungszeuge, der möglicherweise um ein bisschen von seinem Hab und Gut gebracht worden war, nicht für das Strafverfahren. Auch er blieb dem Ort der Verhandlung fern.

Nur ein Zeuge erscheint im Gericht 

Präsent war einzig ein groß gewordener Knabe, der nur deshalb nicht auf der Anklagebank sitzen sollte, weil er zum Tatzeitpunkt das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, also strafunmündig war. Er erschien in Begleitung seines Vaters und sollte offenbar als Zeuge aussagen. Frei nach dem Prinzip „Außer Spesen nichts gewesen“ war es dem Jugendschöffengericht im zuvor terminierten Verfahren nicht viel anders ergangen: Die nichtöffentliche Verhandlung war ebenfalls ausgefallen. 

Wie heißt es in solchen Fällen dann immer so treffend? „Neue Termine von Amts wegen.“

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