Kaufpreis soll bei 438 Millionen Euro liegen

Edelstahl-Konzern aus Luxemburg kauft Werdohler Unternehmen VDM Metals

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Die Hülle der neuen Bandglühe von VDM Metals steht, das Firmenschild ist erst vor ganz kurzer Zeit angebracht worden. Wahrscheinlich muss demnächst noch das „Aperam“ für den neuen Besitzer zugefügt werden.

[Update 8.00 Uhr] Werdohl - Der Investor Lindsay Goldberg Vogel hat die VDM Metals in Werdohl an die Aperam S.A., Luxemburg, verkauft. Die Agentur Reuters nennt einen Kaufpreis von 438 Millionen Euro. Aperam ist einer der weltgrößten Produzenten von rostfreiem Stahl und Elektroblech.

Dr. Thomas Ludwig von LGV sowie der Aperam-Konzern berichteten am Mittwochvormittag von dem Geschäft. VDM-Pressesprecher Verbnik verwies auf diese Mitteilungen. Unsere Redaktion hatte am 22. März berichtet, dass VDM Metals mit 1900 Mitarbeitern unmittelbar vor dem Weiterverkauf stehe.

LGV und Aperam haben bereits Nägel mit Köpfen gemacht, der luxemburgische Konzern hat in einer frei verfügbaren Präsentation VDM in den Weltmarkt eingegliedert und spricht vom Aufbau einer führenden Position für Legierungen und Spezialwerkstoffen. Aperam erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 9600 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,1 Milliarden US-Dollar.

Zum Vergleich: 2016/2017 setzte VDM 875 Millionen Euro um. Der Kaufvertrag steht unter dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Der Private-Equity-Investor Lindsay Goldberg Vogel hatte VDM erst im April 2015 von ThyssenKrupp erworben.

Dr. Thomas Ludwig (links) vom Investor Lindsay Goldberg Vogel hat VDM Metals an den luxemburgischen Konzern Aperam verkauft. Ludwig hatte Geschäftsführer Dr. Niclas Müller (rechts) zur Lenne mitgebracht. Ob er bleibt, ist ungewiss.

Dr. Thomas Ludwig, Geschäftsführer von LGV in Deutschland, beschreibt sein Engagement bei VDM Metals so: Es wurde in eine neue Pulverdüsungsanlage und in eine neue Bandglühe investiert, die defizitäre Titansparte geschlossen, eine neue Vertriebsorganisation aufgebaut, Forschung und Entwicklung intensiviert, die Produktivität gesteigert und die internationale Expansion vorangetrieben.

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