Wiking lässt weiteres Schlotmann-Fahrzeug schrumpfen

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Werdohl - Die Sammler historischer Fahrzeuge im Miniformat 1:87 dürfen sich freuen: Neben einer ganzen Reihe von Neuheiten in diesem Jahr hat die Wiking-Modellbau GmbH aus Lüdenscheid ihre Schlotmann-Serie weiter ausgebaut.

Neben drei seit 2012 entstandenen Möbelkofferlastzügen und einem VW Käfer 1200 mit Anhänger hat das Unternehmen jetzt das Modell des Unimog 406 mit Schneeschieber, das im Original in Dresel auf dem Betriebshof steht, in einer begrenzten Auflage von 1000 Exemplaren herausgebracht – zu haben für 19,99 Euro in allen Vedes-Spielzeug-Fachgeschäften und bei Transporte Schlotmann.

Zwar feierte die inzwischen recht stattliche Modellreihe mit einem Vorkriegsmöbelwagen auf einem Eisenbahn-Waggon mit Bremserhäuschen Premiere beim österreichischen Modellbau-Unternehmen Roco, doch danach kam Wiking ins Spiel. Wie zu Beginn, so erhielten auch alle anderen Mini-Fahrzeuge den hellen Grau-Beige-Ton bei der Farbgestaltung und den deutlichen Hinweis, wer (im Original) den Fuhrpark betreibt: Transporte Schlotmann.

Keine erfundene Telefonnummer

Damit nicht genug: Auch die bis heute gültige Telefonnummer des Unternehmens wurde verwendet und führte in der Vergangenheit nicht nur einmal dazu, dass Kunden – zum Beispiel aus Hamburg oder auch Mecklenburg-Vorpommern anriefen und erstaunt feststellen mussten, dass es sich um keine erfundene Nummer handelt.

Gerd Schlotmann (links) und Ralf von Heder, der jetzige Inhaber des Transportunternehmens Schlotmann, vor dem Original des neuesten Modellautos aus Dresel.

Wie alle anderen Fahrzeuge aus dem Fuhrpark von Transporte Schlotmann, so hat – natürlich – auch der Unimog 406 mit seiner Erstzulassung vom 7. Juni 1979 eine Vorgeschichte. Dieses PS-Kraftpaket gehörte zum Bestand der Firma Vossloh, und „irgendwann bekam ich den Anruf, dass die Firma den Wagen verkaufen wollte“, so Gerd Schlotmann in einer Nachbetrachtung. Er habe „verhaltenes Interesse“ signalisiert.

Seit 2010 in Schlotmanns Besitz

Immerhin: Es gab auch weitere Interessenten – unter anderem auch Bewerber aus dem Unternehmen selbst. Das wiederum führte dazu, dass drei Wochen später die Mitteilung einging, Gerd Schlotmann habe den Zuschlag bekommen. Seine Interpretation zu dieser Entwicklung: Vossloh konnte wohl kaum einem Mitarbeiter den Unimog verkaufen, ohne sich Fragen gefallen zu lassen, warum nicht ein anderer aus der Reihe der Beschäftigten das Rennen gemacht hat.

Am 19. März 2010 wurde das neu erworbenen Fahrzeug auf das Transportunternehmen umgemeldet. Mit dem Kennzeichen MK-HM 54 und der Bezeichnung Wagen Nummer 7 ist er seither von Dresel aus im Einsatz.

Weitere Modelle können folgen

Beide Bezeichnungen finden sich übrigens auch auf dem jetzt herausgebrachten Wiking-Modell, das natürlich auch über eine Kupplung für einen Anhänger verfügt. In diesem Zusammenhang schwebt Schlotmann vor, dass Wiking auch einen Anhänger mit einer Kupplung baut, sodass ein zweiter Hänger angefügt werden kann – frei nach dem Beispiel, das für kurze Zeit auf dem Lkw-Parkplatz an der B 229 in Hennekenhammer im Original zu sehen war.

Was auch immer die Zukunft im Blick auf die weitere Zusammenarbeit zwischen Wiking und Schlotmann bietet – in Dresel stehen noch genug Originale, die man gekonnt auf ein Maß von 1:87 „schrumpfen“ lassen kann...

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