Rat stimmt für Sonnenfänger

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Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf nahm Silvia Voßloh den Amtseid ab.

Werdohl - Bürgermeisterin Silvia Voßloh ist am Montagabend im Rahmen der Ratssitzung in ihr politisches Amt eingeführt worden. Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf (CDU) nahm ihr den Amtseid ab und räumte dann den Platz des Ratsvorsitzenden für seine Parteikollegin.

Ein bisschen nervös war Silvia Voßloh zu Beginn der ersten Ratssitzung, die sie zu leiten hatte, schon. Die neue Bürgermeisterin verhaspelte sich zunächst ein wenig, als sie Dirk Middendorf den Amtseid nachsprach. Dann versprach sie aber, ohne zu zögern, ihr Amt nach bestem Wissen und Können auszuüben sowie Verfassung und Gesetze zu verteidigen, „so wahr mir Gott helfe“. Nachdem Vertreter aller vier Fraktionen der Bürgermeisterin Blumen und Geschenke überreicht hatten, führte diese recht gelassen durch die weitere Sitzung.

Für einige Diskussion sorgte der Tagesordnungpunkt „Erlebnispunkt Remmelshagen“. Im Rahmen der LenneSchiene sollen dort sogenannte Sonnenfänger aufgestellt werden. Zwar sprach sich der Rat zu guter Letzt einvernehmlich für das Projekt aus, einige Ratsmitglieder hoben aber eher zähneknirschend die Hand.

Die bunten Plastikscheiben an der Lennepromenade und am Aussichtspunkt Remmelshagen aufzustellen, kostet rund 50.000 Euro. 80 Prozent dieser Summe werden durch Fördermittel getragen, für die restlichen 10.000 Euro hat der ehemalige Bürgermeister Siegfried Griebsch Sponsoren gefunden. Für den städtischen Haushalt entstehen durch das Projekt keine Kosten. Das war dann wohl auch der Grund dafür, dass schließlich alle Ratsmitglieder mit „ja“ stimmten.

Thorsten Hänel (WBG) zeigte sich angesichts einiger Fälle von Vandalismus besorgt. Schließlich seien in den vergangenen Monaten schon einige Skulpturen an der Lennepromenade beschädigt worden. SPD-Ratsherr Jürgen Henke schloss sich Hänel an und schlug vor, die Sonnenfänger in vier bis fünf Metern Höhe anzubringen. Dazu müssten die Stahlrohre, auf denen die Scheiben angebracht werden, entsprechend länger sein. Silvia Voßloh versprach, den Vorschlag an das Werdohler Architektenbüro Fiebig weiterzugeben.

Am besten fasste die halbherzige Zustimmung im Ratssaal wohl Stefan Ohrmann zusammen. „Ich würde das jetzt gerne zum Abschluss bringen, weil wir aus der Nummer nicht mehr rauskommen“, sagte der CDU-Ratsherr. In den kommenden Monaten wird jetzt je eine Gruppe Sonnenfänger am Wellengarten und am Remmelshagen aufgestellt.

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung standen außerdem die Besetzung von Gremien und Ausschüssen.

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