Werdohler FDP stellt Wahlprogramm vor

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Dr. Anne Hermes, Friedhelm Hermes, Stefan Sensenschmidt und Jürgen Neumann stellen das Wahlprogramm der Werdohler Liberalen vor.

Werdohl - Was ist liberale Kommunalpolitik? Wo sind liberale Akzente? Diese Fragen soll das Wahlprogramm der Werdohler FDP beantworten. „Uns war wichtig, das für die Bürger zusammenzustellen“, sagte Dr. Anne Hermes am Montag im Rahmen eines Pressegespräches.

Der oberste Leitgedanke der FDP – die individuelle Entfaltung des Bürgers – sei auch das Grundcredo des lokalen Wahlprogramms. „Die Stadt soll ein lebenswerter, entwicklungsfähiger Raum sein“, nannte Anne Hermes ein Ziel ihrer Partei. Für einen möglichst stabilen Wirtschaftsstandort sei vor allem die Bildung entscheidend. „Wir wollen eine vielfältige Schullandschaft erhalten“, kündigen die Werdohler Liberalen an. Dazu gehöre auch, dass die Realschule und die Gesamtschule erhalten bleiben sollen.

Doch auch in Sachen Inklusion plädieren die Freidemokraten für eine Wahlfreiheit der Eltern. Häufig würden sie an ihren Wahlkampfständen von Müttern und Vätern behinderter Kinder angesprochen, erläuterte Fraktionsvorsitzender Friedhelm Hermes. „Viele glauben, dass ihre Kinder in Förderschulen besser gefördert werden als an Regelschulen“, sagte er. Und eine Wahlfreiheit entspreche ja auch den liberalen Grundprinzipien der individuellen Entscheidungsmöglichkeiten, ergänzte seine Frau.

Hinter dem Sparpaket stehe der FDP-Ortsverband weiterhin, sagte der Vorsitzende Jürgen Neumann. „Es muss aber ständig überarbeitet werden“, fügte er hinzu. An einigen Stellen könne man den Bürgern sicher entgegenkommen. Als Beispiel nannten die Liberalen gestern die Parkraumbewirtschaftung. Anne Hermes sprach von einer „Unausgewogenheit zwischen Dauer- und Kurzparkern“. Zwar stehe der Ortsverband grundsätzlich hinter der Parkraumbewirtschaftung. Aber viele Bürger sprächen die Liberalen darauf an. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass es nicht genug Dauerparkausweise gibt für alle, die einen haben möchten“, sagte Anne Hermes.

„Die Nachtabschaltung ist zu früh rückgängig gemacht worden“, nannte Jürgen Neumann eine weitere Position seiner Partei. Mehreinnahmen sollten an anderer Stelle eingesetzt werden, fügte Friedhelm Hermes an, „zum Beispiel in einer Nachjustierung der Sportstättennutzungsgebühr.“ Schließlich setze die FDP Prioritäten auf Jugend, Bildung und Familie, erläuterte Anne Hermes. Die Zukunft müsse Ziel der Kommunalpolitik sein. „Sonst verliert man sich in Einzelfallentscheidungen und in Wahlkampfversprechen.“

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