Einzelhändler sollen Kunden befragen

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Damit es in der Werdohler Innenstadt immer so voll ist wie beim verkaufsoffenen Sonntag im September, soll der Einzelhandel gestärkt werden.

Werdohl - Die Stadtverwaltung beauftragt ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept und bittet die Händler und Bürger um Unterstützung. Zwei Wochen lang sollen die Einzelhändler ihre Kunden nach ihrem Wohnort fragen, damit das Einzugsgebiet ermittelt werden kann.

Das teilt Stadtplaner Stefan Groß von der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement mit. Weitere Daten würden nicht abgefragt. Um die zukünftige Einzelhandelsentwicklung in der Stadt Werdohl planvoll und nachhaltig zu gestalten, werde derzeit unter Einbindung eines externen Gutachterbüros das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Werdohl aus dem Jahr 2006 aktualisiert, heißt es in der Pressemitteilung. Beauftragt ist das Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen aus Köln

Überprüft werden sollen die Werdohler Einkaufslagen – insbesondere die Innenstadt – und die „Werdohler Sortimentsliste“, schreibt das Büro. Anlass sind neben Veränderungen im Einzelhandelsbestand (unter anderem durch die Edeka-Ansiedlung) und der Wettbewerbssituation in der Region auch die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen. Die Sortimentsliste „kann für die Funktionsfähigkeit der Innenstadt bedeutsame Sortimente festlegen und so als Instrument gegen größere Ansiedlungen an anderen Standorten im Stadtgebiet eingesetzt werden“, heißt es weiter. Damit werde der Standort Innenstadt gestärkt. Auch die Sicherung der wohnungsnahen Versorgung mit Lebensmitteln, speziell vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, werde im Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten geprüft.

Als ersten Baustein des Einzelhandelskonzepts werden die Händler in der Innenstadt eine sogenannte Kundenwohnorterhebung durchführen. Im Laufe dieser Woche haben die Werdohl Marketing GmbH und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Händler angesprochen und Vordrucke für die Kundenwohnorterfassung verteilt. Mitglieder des Netzwerks Einzelhandel seien bereits in der vergangenen Woche informiert worden. Sie wollen sich beteiligen und „wünschen sich auch viele kooperationsbereite Kollegen“, schreibt das Planungsbüro. Alle Händler, die mitmachen, werden die Wohnorte ihrer Kunden in einer Liste erfassen. Diese Listen werden dann in Köln ausgewertet.

Zum Ende des Jahres werden die Mitarbeiter des Gutachterbüros die Einzelhandelsbetriebe in Werdohl aufnehmen, ihre Verkaufsfläche messen und einer Einzelhandelsbranche zuordnen. Auch für diese Aktion bittet die Stadtverwaltung die Händler um Unterstützung. „Ziel der Stadt Werdohl ist es, gemeinsam mit Händlern und Bürgern den Einzelhandel in der Stadt attraktiv und leistungsfähig weiter zu entwickeln“, heißt es abschließend. Die Ergebnisse des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts sollen im Frühjahr veröffentlicht werden. - cra

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