Drogen im Klo runtergespült

WERDOHL ▪ Wegen des angeblichen Verkaufs von 50 Gramm Marihuana muss sich seit dem vergangenen Dienstag ein 26-jähriger Werdohler vor dem Amtsgericht in Altena verantworten.

Der Mann soll diese Menge der Droge im Zeitraum zwischen dem 1. August und dem 20. Oktober des vergangenen Jahres an einen Zeugen verkauft haben. „Das stimmt nicht“, versicherte der Angeklagte und diese Behauptung wurde gestern im Rahmen der Verhandlung auch nicht widerlegt.

Der 26-jährige Werdohler musste nach anfänglichem Leugnen lediglich einräumen, dass er vor einer polizeilichen Durchsuchung Reste persönlichen Marihuana-Konsums durch das Klo gespült hatte.

Das hatte der ermittelnde Polizeihund mit seiner Nase geahnt – genauso wie die Polizeibeamten, die ebenfalls den charakteristischen Duft der Droge in der Wohnung des Angeklagten bemerkt hatte. Ein Zeuge, der selbst wegen Drogenhandels eine offene Haftstrafe verbüßt, hatte „noch nie etwas mit ihm gehabt“, sprich Drogen von dem Angeklagten gekauft. Nur sein Mittäter habe erzählt, dass er direkt bei dem jungen Mann aus Werdohl eingekauft habe, berichtete der 39-jährige Zeuge.

Vor der Verhandlung hatte er sehr unterschiedliche Angaben über die angeblich umgesetzte Drogenmenge gemacht: Vor Gericht in Altena räumte er Differenzen zwischen den angeklagten 50 Gramm und kiloweisem Ankauf an. „Vielleicht wollte ich mir selbst den Arsch retten“, erklärte er die unstimmigen Angaben mit dem Wunsch, durch Übertreibungen in seinem eigenen Verfahren eine Strafermäßigung zu bekommen.

Eher zweifelhaft waren auch die Behauptungen, dass der Angeklagte diesem und einer weiteren Zeugin durch Mittelsmänner gedroht haben soll.

Von Thomas Krumm

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