Öffentliche Diskussion über Werdohler Schulen beginnt

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Was wird aus den teilweise leer stehenden Schulgebäuden am Riesei? Auch diese Frage gilt es zu beantworten.

Werdohl - Seit Jahren wird über die Entwicklung der weiterführenden Schulen in Werdohl in dem nicht-öffentlichen Arbeitskreis Schulen debattiert – völlig ohne Ergebnis. Jetzt wird die Diskussion über die Schullandschaft in Werdohl erstmals in einer öffentlichen Sitzung geführt.

Für Dienstag, 17. April, hat die Verwaltung der Stadt den Punkt „Entwicklung der Schullandschaft in Werdohl (Sek I und Sek II)“ auf die Tagesordnung des Schulausschusses gesetzt. Einen Beschlussvorschlag der Verwaltung gibt es nicht, der soll gegebenenfalls während der Sitzung formuliert werden.

Politische Anträge zu dem Thema gibt es bislang auch nicht. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Fraktionen an diesem Tag ihre Vorstellungen und Positionen dazu erläutern. Konkret wird es darum gehen, unter welchen Umständen die Albert-Einstein-Gesamtschule weitergeführt werden kann und wo die Realschule dauerhaft ihren Ort findet. Kooperationen beider Schulen sind im Gespräch, aber noch in keiner Weise konkretisiert.

Grundlagen liegen seit drei Jahren vor

Die Verwaltung hat dazu den bereits im Jahre 2015 vorgestellten Schulentwicklungsplan für die Zeit bis zum Schuljahr 2020/2021 erneut vorgelegt. Fachbereichsleiter Grabs schreibt dazu in der Vorlage zum Schulausschuss: „Die Beratung einer Entscheidung zur Entwicklung der Schullandschaft kann auf Grundlage des Schulentwicklungsplanes getroffen werden.“ Der 35-seitige Plan enthalte sämtliche entscheidungsrelevanten Informationen wie Schülerzahlen, Prognosen und Raumbedarfe. Die aktuellen Anmeldezahlen für die Sekundarstufen I und II an Realschule und Gesamtschule werden dem Schulausschuss ebenfalls vorgelegt.

SPD und WBG fachen Diskussion an

In jüngster Vergangenheit hatten die WBG und die SPD mit eigenen Vorstößen die Diskussion angefacht. Die SPD hatte klar formuliert, allein aus Kostengründen die Realschule vom Köstersberg zum Riesei zu versetzen. Damit seien Einsparungen zu erreichen, da dann der Komplex Köstersberg verkauft werden könnte. Gesamtschule und Abitur gelte es zu schützen.

Die WBG möchte in diesem Jahr eine durchdachte Lösung im Sinne der meisten Eltern der Stadt erreichen. Der Realschulstandort Köstersberg sei aus Kostengründen verhandelbar. Frühere Überlegungen des Schulausschusses, am Schulgebäude Riesei ganze Etagen stillzulegen, scheinen völlig vom Tisch zu sein. Überlegungen des Fachbereichsleiters, durch das Zusammenziehen aller integrativen Beschulungen am Riesei die Gesamtschule zu stützen, wurden nie öffentlich diskutiert.

Realschule weiterhin ohne Schulleiter

Nach dem überraschenden Weggang von Realschulleiter Sascha Koch Ende Januar ist noch keine Nachfolge in Sicht. Die Bezirksregierung prüfe noch Versetzungsmöglichkeiten, heißt es.

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