Zukunft der Schulen: Schulleiter mit eindringlichem Appell

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Wie es mit den beiden Werdohler weiterführenden Schulen weitergeht, muss bis zu den Sommerferien entschieden werden.

Werdohl - Nach dem Aus für die Gesamtschul-Kooperation melden sich nun die Schulleiter der beiden Werdohler weiterführenden Schulen zu Wort - mit einem klaren Appell.

In der Diskussion um die zukünftige Gestaltung der Werdohler Schullandschaft nach dem Aus für die Gesamtschul-Kooperation melden sich jetzt die Leiter der beiden weiterführenden Werdohler Schulen mit einem Appell zu Wort. Sie möchten den Politikern „Mut machen auf dem Weg, eine Entscheidung für das zukünftige Schulangebot Werdohls zu treffen, die das Wohl, die Belange und die Bildung aller Kinder und Jugendlichen der Stadt im Blick hat“, erklärten Christiane Langs-Blöink (Realschule) und Sven Stocks (Albert-Einstein-Gesamtschule) übereinstimmend. 

Das Ringen um diese drängende Entscheidung empfänden sie nicht als Gefecht der Politiker, betonten sie. „Wir erleben Rats- und Schulausschussmitglieder, die das Beste für ihre Stadt wollen. "Wir erleben diese Frauen und Männer, die sich als Nicht-Fachleute von Schule auf der einen Seite der fachlichen Unerfahrenheit sehr bewusst sind, die auf der anderen Seite aber auch genau wissen, dass sie jetzt zügig wichtige Fundamente setzen müssen, auf denen für die Stadt Werdohl ein tragfähiges Haus von Bildung und Erziehung auf Jahre und Jahrzehnte hinaus gebaut werden soll“, teilten die Schulleitungen mit.

Nur eine Schule bleibt 

Um die Aufgabe, jetzt in einem engen Zeitfenster bis zu den Sommerferien eine Entscheidung für nur noch eine verbleibende weiterführende Schule in Werdohl treffen zu müssen, seien die Politiker nicht zu beneiden, zumal niemand den langfristigen Erfolg dieser Schule garantieren könne. 

Stocks und Langs-Blöink gehen davon aus, dass „Eltern und Kinder letztlich mit den Füßen abstimmen werden, ob sie das Konzept der zukünftigen Schule annehmen.“ Beide haben auch eine Erwartung an die Politik: Das neue Modell werde nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn es ein modernes Bildungsangebot vorhalte und von allen Seiten uneingeschränkt unterstützt werde. 

Attraktivität entscheidend

Sie fordern die Politiker auf, die Kinder in die Mitte ihrer Überlegungen zu stellen und den Mut zu haben, eine Schule der Zukunft zu bauen, die Familien attraktiv finden könnten. Damit könne erreicht werden, „dass auch zukünftige Generationen von Kindern und Jugendlichen gerne in Werdohl zur Schule gehen“. 

Die Schulleitungen hoffen, dass die Politiker bei allen Unterschieden in der politischen Meinung und Haltung ihre Entscheidung in einem Schulterschluss treffen und betonen die Gemeinsamkeit: „Egal, wie die Schule letztendlich vom Namen und von der Schulform her benannt wird. Wir alle wollen die beste Schule für die Zukunft der Stadt Werdohl.“ Dann gebe es keine Verlierer.

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